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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 3.097 mal aufgerufen
 Reparatur und Umbau
BlueEyedZebra Offline



Beiträge: 1

07.04.2006 23:25
TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Winke mitm Huf!

Ich ärgere mich seit einiger Zeit mit diversen Regelwerken der StVZO herum.
Seit 98 baue ich eines meiner Krafträder um. Die Motorenkonstruktion geht auf das Jahr 1964 zurück, das Kraftrad ist Bj. 78. Den Motor wollte ich eigentlich beibehalten, ist nur dumm, daß dort nur 3 Gänge drin sind, wobei es eine gewaltige Lücke zwischen 1. und 2. Gang gibt. Je nachdem, wie der Motor eingestellt war, ist er nach dem Schalten ausgegangen, auf der Drehzahl hängen geblieben oder man hat Jahre benötigt, um einigermaßen zu beschleunigen.
Sehr lustig beim heutigen Verkehrsaufkommen als Linksabbieger auf einer Nebenstraße.
Also wird mehr Drehmoment in den unteren Drehzahlen benötigt. Das Kraftrad ist jetzt fast fertig, ich werde eine Leistungs-und Geräuschmessung benötigen. Was durfte ich mir vom TÜV anhören? Ich hätte ja den Folgemotor einbauen können (4 Gänge). Dabei hat es schon gewisse Gründe, warum ich diesen Motor beibehalten wollte. Und ich sehe es auch ein, in eine andere Typklasse zu kommen (KKR->LKR),mit allen möglichen Folgen (neue ABE,andere Versicherung).
Ich könnte natürlich auch nichts eintragen lassen, so, wie es diese Leute anscheinend wollen. *grummel*

Das Thema Blinker ist auch eine lustige Sache. Original 18 Watt Lenkerenden, die bei Sonneneinstrahlung nicht mehr sichtbar sind, jetzt 4-Punkt-Halogen. Vorn MÜSSEN die Blinker 100mm vom Scheinwerfer entfernt sein, da bleibe ich etwas weiter drunter. Ist es denn so schwer, 21 Watt, die NUR nach vorn strahlen, neben einem 25 Watt-Scheinwerfer zu sehen? Soll ich wieder den 15 Watt-Scheinwerfer einbauen? Damit ich noch besser gesehen werde? Oder wieder die Lenkerendenblinker, um mich überrollen zu lassen?

Es kann doch nicht sein, daß ein Umbau, der eindeutig die Sicherheit für sämtliche Verkehrsteilnehmer erhöht, durch ein "Rumreiten" auf Vorschriften, die eine individuelle Lösung nicht zulassen, zunichte gemacht wird.

MfG

olaf Offline




Beiträge: 71

13.04.2008 00:31
#2 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Ja die Vorschriften sind schon eine Farce.

Habe zwar kein altes Schätzchen aber die Kompatibiltät eines Rallyemotorrads mit den Zulassungsvorschriften will sich nicht einstellen

Das fängt schon beim Kennzeichen an. Engschrift ist in Köln nicht möglich (es sei denn ich fahre eine dicken Ami Spritschlucker - da ist ja kein Platz ) Das Originalkennzeichen samt Rahmenheck das dieses trägt hält auf heftiger Schotterpiste keine 100 km.....
...und verletzt habe ich mich schon zweimal am Kuchenblech

Blinker hinten sind sowieso nach dem ersten Umfaller weg. Wenn ich da was (nicht das durchsichtige Glas) getapt habe ist es ein Mangel bei der HU
Funktionieren tun sie aber.

Bei jeder HU die Diskussion warum ich nur einen Bremslichtschalter habe. Sportenduros sind aber nur mit einem Bremslichtschalter zugelassen. Es gibt keine Vorschrift das man zwei haben muß. Wer ist eigentlich der Fachmann der Prüfer oder der Geprüfte?

Und dann der Auspuff. Original vom Hersteller und so in der EU und D zugelassen. Aber mit dem Eindruck "not for highway use". Ist für die Amis. Wir haben hier keine Hoghways. Mach das mal dem unwissendem von der grünen Rennleitung klar

Ich könnte mich jetzt in Rage schreiben....

Ein Motorrad das mit 150 km/h sicher über übelste Wüstenpisten geprügelt werden kann, ist für mich sicher!
Wenn es laut einem Gesetzesvertreter nicht sicher genug ist um damit durch eine asphaltierte Tempo 30 Zone zu fahren, dann kann ich nur die StVZO und die, die sie sicher stellen in Frage stellen

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

13.04.2008 09:56
#3 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Tja. leider ist es so, dass es nicht überall gute (gut informierte) Prüfer gibt. Da hilft nur eins, sich selber schlau zu machen. Es gibt des StVZO zum Runterladen. Da steht alles drin. Sollte eigentlich auch bei jedem Prüfer vorliegen. Im Zweifelsfall also selbst mitbringen und dem Prüfer vorlegen.

Schreibt doch Eure Erfahrungen. Vielleicht können wir Tipps mit den wichtigsten Verordnungen bei strittigen Punkten erstellen, die jeder dann beim Prüftermin parat hat.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

Martin H. Offline



Beiträge: 31

31.05.2008 01:48
#4 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Hallo Leute,
kenne das in ähnlicher Weise auch aus der Gespannszene... auch hier gilt, nicht jeder Prüfer ist hier gleich fit - im Zweifelsfall heißt es schnell "abgelehnt"! Falls möglich sollte man sich einen Prüfer bzw. eine Prüfstelle suchen, die sich auf dem gewünschten Gebiet auskennt. Immer dran denken, vieles liegt im Ermessen des Prüfers; und wenn der sich nicht auskennt, sagt er schnell "nein" und verschanzt sich hinter Paragraphen. Ein anderer, dem das Gebiet (z. B. Gespanne) vertraut ist, weiß, daß die Geschichte unbedenklich ist und nickt sie ab.
Gruß, Martin.

Alp 200 Offline



Beiträge: 2

08.11.2008 18:21
#5 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Also,ich habe jetzt die STvZO NATIONAL und die EG-Zulassungsbestimmungen im Internet stundenlang durchgelesen. Da steht alles mögliche drin,
Positionen, Bauform usw., aber nix gelesen, das man nur einen Bremslichtschalter braucht.
Hast du genauere Infos? Paragraph oder Nummer der EG-Bestimmung?
Danke im voraus, Axel

Alp 200 Offline



Beiträge: 2

08.11.2008 19:59
#6 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Hallo! Also beim Bremslichtschalter kann ich die helfen. Nachzulesen bei EWG 93/92 Anh.IV 6.4.9..
Text: 6.4. Bremsleuchten
6.4.9. Elektrische Schaltung:muss aufleuchten, wenn mindestens eine der Betriebsbremsen betätigt wird.

Das heißt: Nur ein Bremslichtschalter nötig, zwei aber erlaubt. Egal ob an Hand- oder Fußbremse.

Gib den kompletten Paragraphen in die Google-Suchmaske ein, dann erweiterte Suche und den zweiten Eintrag anklicken. EWG 93/92 suchen und dann steht es auf Seite 30 von 56.

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

09.11.2008 11:37
#7 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten

Hallo Alp,

als Experte auf dem Gebiet StVZO etc, kannst Du vielleicht auch folgende Frage aus Südafrika beantworten:



ich bitte Sie in folgender Sache um Tips bzw. Hilfe. Ich bin Deutscher und lebe in Suedafrika. Derzeit baue ich meine Harley zu einem Gespann um (Stoye Seitenwagen). In Suedafrika benoetigt man zum Gespannfahren eine „ Driving licence big bike“. Ich fahre hier mit meinem deutschen und dem internationalen Fuehrerschein. Der internationale Fuehrerschein weist aus, dass ich Klasse A besitze, gibt aber keinen Hinweis auf den zulaessigen Gespannbetrieb.
Ich bin nun auf der Suche nach dem deutschen Gesetzestext, der die Fahrzeugklasse A beschreibt. Koennen Sie mir hier weiterhelfen?

Vielen Dank vorab.

Beste Gruesse

Christoph Schroeder
Dipl. Ing. Dipl. Kfm.
Christoph Schroeder
Managing Director
Hansen + Genwest (Pty) Ltd.
6 Hamburg Road – Apex Industrial – Benoni 1501
P.O. Box 6340, Dunswart, 1508
T: +27 11 7465800 – F: +49 12 12 01 68 900

M: +27 820 54 60 03




Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Seit 50 Jahren mit Sicherheit mehr Spaß

Maddin Offline




Beiträge: 2

19.11.2008 16:26
#8 RE: TÜV, Sicherheit und StVZO antworten
Hallo Michael,

Der entsprechende Passus findet sich in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) (Teil 2, §6, Abs. 1):

Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (Fahrerlaubnis-Verordnung/FeV) vom 18. August 1998 (BGBl. I S. 2214) in der Fassung des Inkrafttretens vom 18.04.2008. Letzte Änderung durch: Gesetz zur Änderung seeverkehrsrechtlicher, verkehrsrechtlicher und anderer Vorschriften mit Bezug zum Seerecht vom 08. April 2008 (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 15 S. 706, ausgegeben zu Bonn am 17. April 2008).

[..]

II. Führen von Kraftfahrzeugen
1. Allgemeine Regelungen
§ 6 Einteilung der Fahrerlaubnisklassen
(1) Die Fahrerlaubnis wird in folgenden Klassen erteilt:

Klasse A:
Krafträder (Zweiräder, auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von mehr als 50 ccm oder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h

[...]


Viele Grüße,
Martin Teich
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