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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Deutschlandfahrt
Gast
Beiträge:

07.09.2006 23:20
Rückblick auf die Deutschlandfahrt 2006, Info für 2007 antworten

Liebe Motorradfreunde,

die Deutschlandfahrt nach Oberhof ist prima gelaufen, sogar das Wetter hat gepasst!
Bisher habe ich ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten.

In der regionalen Presse ist folgendes zu finden: http://www.freies-wort.de/nachrichten/re...phtm?id=1015358

Hier sei auch das BVDM-Forum für Rückmeldungen zum Thema Deutschlandfahrt empfohlen, hier könnt ihr eure Meinungen loswerden. Wenn ihr Bilder gemacht habt, bitte ich um Zusendung per mail oder als CD. Ich werde eine Bildergalerie für die BVDM-Homepage zusammenstellen.

Bei dem Vorhaben, das offizielle Programm am Samstag Abend knackig kurz zu halten habe ich versäumt, mich bei den vielen Helfern an den Kontrollstellen, im Ziel und bei der Auswertung zu bedanken. Dieses sei hiermit vorerst nachgeholt, ein Dankeschön in anderer Form wird noch folgen!!!

Leider haben sich viele Stammfahrer der Deutschlandfahrt aus den unterschiedlichsten Gründen für dieses Jahr nicht angemeldet, insgesamt waren nur 49 Motorräder mit 57 Teilnehmern unterwegs!? Um überhaupt etwas bieten zu können, und um auch die gebuchten Verpflichtungen zu erfüllen, haben wir eine weitere Gruppe von Motorradfreunden eingeladen. Teilnehmer der diesjährigen Eurobikertour anlässlich des 20. Jahrestages der Reaktorkatastrophe durch Weißrussland und Ukraine nach Tschernobyl waren ebenfalls nach Oberhof. So waren wir Samstag Nachmittag und Abend ca. 100 Personen.

Ich bin selber die Eurobikertouren der letzten Jahre 2003 nach St. Petersburg, 2004 Bosnien, 2005 Rumänien und auch dieses Jahr nach Tschernobyl mitgefahren. Einige der Eurobiker unterstützten aktiv die Deutschlandfahrt, so besetzen Don Berchtold (wie bereits 2005 an der Mosel) und Carsten Schönfeld HK 9 und 5.

Oberhofs Bürgermeister Thomas Schulz war am Samstag mit seiner K1200RS ebenso wie eine Gruppe der Eurobiker als Schnupperteilnehmer bei einer von mir geführten Ausfahrt auf den Spuren der Deutschlandfahrer dabei. Bei der Feier am Abend in Oberhof beehrten uns MdB Iris Gleicke und als Vertreter der Oberhofer Wintersportler der erfolgreichste Bobfahrer Wolfgang Hoppe!

Bei den gemeinsamen Programmpunkten haben beide Gruppen gut harmoniert. Es wurden viele neue Kontakte geschlossen, Adressen getauscht und Interesse für die jeweils andere Veranstaltung geweckt.

Für die Tombola gab es wie gewohnt super Preise! Die wertvollsten waren: eine Rukka-Jacke im Wert von 800 EUR, ein super leichter Helm Driver Alien von Baehr im Wert von 400 EUR, ein Bluetooth Headset für Handys zum Helmeinbau von Alan Albrecht im Wert von 250 EUR, Yamaha-Tankrucksack und Koffer-Innentasche, Chopperpacktaschen aus Leder von Dunlop u.v.m. Jeder hat Samstag Abend etwas gewonnen, wer nicht dabei war, ist selber Schuld!

Um die Veranstaltung "30. BVDM-Deutschlandfahrt" nächstes Jahr zu einem Erfolg zu machen, bitte ich euch alle um Mithilfe! Zum einen wurde am Samstag Abend ein Zielort, ein Austragungsgebiet und Harald Hormel als Ausrichter gefunden. Auch die Eurobiker haben nach der erfolgreichen gemeinsamen Veranstaltung zugesagt, im nächsten Jahr wieder mit der "Abschlussfeier der Eurotour 2007" dabei zu sein. Angedacht ist Bad Orb als Zielort, Spessart, Vogelsberg und Rhön als zu erfahrende Landschaften. Ich werde mich wie in den letzten drei Jahren aktiv einbringen und Harald und sein Team aus langjährigen Teilnehmern unterstützen. Der Termin ist, wie gehabt, das erste September-Wochenende, also der 31. August bis 2. September 2007.

Was könnt ihr jetzt machen? Natürlich den Termin vormerken und eine Teilnahme bei der Deutschlandfahrt 2007, bei der geführten Tour, oder nur am Rahmenprogramm fest einplanen. Wenn ihr in Oberhof dabei wart und es euch gefallen hat, macht Werbung für die Veranstaltung. Wir brauchen positive Resonanz auch in der Fachpresse. Falls jemand aus Teilnehmersicht etwas schreibt, geben wir es gerne weiter an z.B. "Tourenfahrer" und "Motorradfahrer". Auch für das BVDM-Verbandsmagazin "Ballhupe" werden Beiträge und auch noch Bilder aus Teilnehmersicht gebraucht. Sicher sind einige von euch in Internetforen aktiv und können auch dort berichten.

Bitte unterstützt uns mit den angefragten Aktionen, vor allem reserviert die Termine und plant eine Teilnahme frühzeitig ein.

Wolfgang Schmitz

Gast
Beiträge:

16.09.2006 16:55
#2 RE: Rückblick auf die Deutschlandfahrt 2006, Info für 2007 antworten

Wie gewinnt man eine Deutschlandfahrt?

..... das wurde ich nach der Siegerehrung in Oberhof wieder mal gefragt. Ich müsse ja wohl „überirdisch“ fahren.....

Nun gut, Motorradfahren hat wohl was damit zu tun. Aber wie so oft im Leben: Fahren allein genügt nicht!

Meine erste DLF fand 1992 im Schwarzwald statt. Zielort war Gengenbach. Ich hatte von einem Bekannten von der Veranstaltung gehört und fand die von ihm geschilderte Kombination aus Wettbewerb und Urlaub von Anfang an sehr reizvoll. Also begann ich nach Anmeldung und Erhalt der Unterlagen gleich mit der Planung und war nach der Anreise am Donnerstag abend sehr optimistisch, da ich mich gut vorbereitet wähnte.....

Am Ende wurde ich Neununddreissigster, weil ich bei so gut wie keiner Etappe in der Mindestfahrzeit blieb. Das zwischendurch eingenommene Mittagessen (kaum 60 Minuten!) hatte wohl auch etwas damit zu tun. Der Virus DLF hatte sich aber trotzdem in mir festgesetzt.

Ein Jahr später: Celle! Diesmal wesentlich besser vorbereitet, stellte ich während der Tour fest, daß ich wohl das „Kleingedruckte“ nicht richtig gelesen hatte! Meine Planung war völlig daneben, weil ich das gleiche Zeitraster wie im Vorjahr zugrunde gelegt hatte. Leider war es anders.... Na gut – Lernphase. Ich wurde Neunzehnter.

1995: Bamberg. Anfahrt am Donnerstag abend bei Regen. Start am nächsten Morgen bei wolkenbruchartigem Regen bei Bellmanns, die seither dankenswerterweise regelmäßig Hauptkontrollen übernehmen. Damals waren sie wie ich auch noch in der Lernphase, was aber die wenigsten der etwa 30 Fahrer, die am Freitagmorgen dort starten wollten, richtig zu würdigen wußten. Der Regen hielt bis zum Abend in unveränderter Stärke an. Ohne die folgende heiße Dusche und einige passend angereichte Getränke wäre die Frage: „Warum mache ich diesen Mist eigentlich mit?“ wohl falsch von mir beantwortet worden. Am Samstagmorgen schien die Sonne und ich wurde immerhin Siebter.

Das erste Mal gewonnen habe ich nebenbei erst drei Jahre später: 1998 in Eichstätt.

Seither werde ich gegen Anfang August regelmäßig unruhig, weil die Unterlagen immer noch nicht da sind! Die Planung ist nämlich für mich fast genau so spannend, wie die Fahrt selbst und für das Endergebnis wohl auch eher noch wichtiger als das Fahren.

Nun also: wie wird am besten geplant? Ich mache das folgendermaßen:

Schritt 1: Karte an die Wand pinnen. Passiert meist schon Anfang August...

Schritt 2: Das Wertungsheft ist endlich da! Bekannte Kontrollen auf der Karte markieren.

Schritt 3: Welche Maximalpunktzahl ist denn wohl theoretisch erreichbar?
Mit den Angaben im Wertungsheft kann man das unter Berücksichtigung der Mindestfahrzeiten feststellen. Es bringen ja nicht alle Kontrollen gleich viele Punkte. Für Oberhof waren es zum Beispiel maximal 4.991 Punkte. Dazu müsste ich theoretisch fahren: HK 10 und 11 mit je einer Nebenkontrolle, HK 6 und 7 mit zwei NK und die HK 3, 4, 5 und 8 mit je drei NK.

Schritt 4: Wie kann ich das sinnvoll auf die beiden Tage verteilen? Im Falle Oberhof wäre für die am Detail Interessierten Folgendes denkbar gewesen: Start an der HK 11 mit 1 NK. Dann zur HK3 mit drei NK, zur HK4 mit drei, zur HK6 mit zwei, zur HK5 mit drei und zur HK7 zur Nacht. Am Samstag HK7 mit zwei zur HK8 mit drei und zum Schluß zur HK10 mit einer NK. Dann nur noch zum Ziel und schon hat man volle Punktzahl!

Schritt 5: Jetzt aber schön realistisch bleiben und mal genau nachdenken! Wo sind die Risiken dieser Planung? Ich frage mittlerweile erstmal den Routenplaner. Wenn der benötigte Durchschnitt von HK zu HK schon ohne die unbekannte NK oberhalb von 60 km/h liegt: Vergesst es! In aller Regel geht es schief. Sind größere Ortschaften zu durchfahren? Bitte dann aber nicht auf den Freitag Nachmittag legen; sonst verbraucht man so richtig viel Zeit!

Schritt 6: Umplanen. Meist stelle ich fest, daß die Maximalpunktzahl zu große Risiken verlangt. Was ist dann die beste Alternative? Bedenkt dabei, daß die Fahrer, die zu riskant planen, mindestens eine Nebenkontrolle aufgeben müssen, wenn es schief geht. Jede Planung, die weniger als etwa 200 Punkte unter der theoretischen Maximalpunktzahl liegt, ist daher eine gute Planung!

Schritt 7: Riskmanagement: Natürlich gilt bei jeder Planung für einen der vorderen Plätze auch die alte Regel: „No Risk – No Fun!“. Also bleibt immer ein Rest an planerischem Risiko, vor allen Dingen, weil die unbekannten NK eben unbekannt sind! Es könnte ja auch mal wieder regnen.... Also vor der Fahrt schon mal überlegen: Was lasse ich weg, wenn ich trotz aller Planung aus dem Zeitraster falle? Am Besten ist es natürlich, eine Hauptkontrolle wegzulassen – das kostet weniger als 100 Punkte und bringt 60 Minuten Luft! Eine Nebenkontrolle bringt die Hälfte und kostet das Doppelte, ist also eine deutlich schlechtere Alternative. Der Entfall einer HK ohne NK bedingt aber eine Planung, bei der von vornherein eine HK ohne NK geplant wird. Diese HK sollte auch möglichst spät (am Freitag) eingeplant werden. Freitag morgens bringt das noch nichts.

Schritt 8: Ortskenntnis. Ich möchte schon vorher möglichst genau wissen, wo die bekannten Kontrollen liegen. Wenn ich im Zielanflug bin und erst noch im Ort suchen muß, kostet das entscheidende Minuten. Hier hilft das Internet und wieder der Routenplaner, um den Ort möglichst genau zu identifizieren.

Schritt 9: Bekannte Baustellen? Kritische Stellen, an denen mit Stau zu rechnen ist? Oberhof war diesbezüglich reich an Überraschungen.

Schritt 10: Während der Fahrt: Es versteht sich von selbst, daß das Moped am Freitag und am Samstag Morgen jeweils vollgetankt ist. Vorher schon mal überlegen, wo getankt wird. Ich mußte während der Oberhof – DLF zum Beispiel einen 15 – Minuten Umweg fahren, nur um Sprit zu bekommen. War wohl schlechte Planung....

Schritt 11: Konsequenz. Bei schlechtem Wetter und wenn man sich mal wieder verschätzt hat und doch schon aus dem Planungsraster gefallen ist: Dranbleiben! Die anderen Fahrer kochen alle auch nur mit Wasser und kämpfen vermutlich mit den gleichen Problemen.

Schritt 12: Pausen nur an den HK. Wenn die Mindestfahrzeit mich ohnehin zur Pause zwingt, habe ich ja auch Gelegenheit, etwas zu essen. Das geht nebenbei im Prinzip auch, während der Sprit in den Tank gurgelt. Richtig essen kann man dann ja abends.

Schritt 13: Glück hat tatsächlich auch etwas damit zu tun. Je nachdem, wie die Route geplant ist, habe ich schon erlebt, daß ich ausschließlich auf trockenen Strassen gefahren bin und meine Konkurrenten aufgrund einer anderen Planung wesentliche Teile bei Nässe fahren mussten. Das kostet natürlich Zeit.

Schritt 14: Richtige Antworten geben. Hektik beim Aufschreiben der Antworten führt meist dazu, daß eine Frage nicht richtig verstanden wird. Manchmal sind Fragen bei aller Anstrengung um präzise Formulierung auch nicht ganz eindeutig. Eine falsche Antwort kostet auch 70 bis 80 Punkte, also soviel wie eine ganze HK!

Wenn das alles klappt, ist es nur eine Frage der Zeit, wann du das erste Mal gewinnst. Ich würde mich jedenfalls sehr über möglichst starke Konkurrenz freuen, damit die Deutschlandfahrt noch eine lange Zukunft hat! Ach ja: Oberhof war meine Nummer 13 und wie ich hoffe,noch lange nicht die letzte Deutschlandfahrt.

Carsten Jacobs

PS: Oberhof: Planung (und Fahrt):
Start an HK9+3, HK3+3, HK4+3, HK6+0, HK5+3, HK7 (Nacht)
HK7+2, HK8+3, HK10+1, Ziel

Thomas Bauer Offline



Beiträge: 5

18.09.2006 11:02
#3 RE: Rückblick auf die Deutschlandfahrt 2006, Info für 2007 antworten

Tja, wie gewinnt man eine Deutschlandfahrt?


Bin seit 1988 (Adenau) mit dabei. Wurde damals Hundertsoundsovielter glaube ich und der Virus DLF hatte sich auch gleich in mir festgesetzt.

Kann Carsten nur zustimmen: Schritt 1 bis Schritt 13 und ganz besonders Tip 14 sind der Schlüssel zum Pokal-Erfolg.

Speziell auch die Bereitschaft und Fähigkeit zum schnellen Umplanen und auf ein paar Punkte verzichten während der Fahrt, denn oft kommt es anders als man vorher denkt (Baustellen, unbekannte NK ganz weit ausserhalb der Vorzugsrichtung die man noch fahren möchte…)

Dieses Jahr stolperte ich auch wieder über meine sub-optimale Ortskenntnis (z.B. sinnlose 2 mal 7 Minuten durch eine lange Baustelle um die Burggaststätte in Gräfenthal zu finden) und meine nachlassende Fähigkeit die Fragen sauber zu lesen (sehe am Häuschen des Goldwäscherplatz nur 2 Schrauben auf Kniehöhe statt des gesuchten „Nist“kasten am Giebel) und zu verstehen (Gedenktafel der NK 9.3 Kloster Veßra) bzw. darüber beim Antworten den klaren Gedanken zu behalten wenn es zeitlich wieder mal eng wird.


Nach gut neun Stunden Fahrt und natürlich wieder mal viel zu wenig getrunken sehe ich z.B. die Antwort zu den gefragten Berühmtheiten (klar: „Goethe und Schiller“) an der Klosterruine Paulinzella z.B. erst im vierten Anlauf und nachdem(!) ich den Wirt der Gaststätte sowie die an gleichen Abend dort auftretende Thekla Carola Wied vergeblich gefragt habe ob sie gemeint sei…

Fahren über den StVO Limits ist meiner Meinung auch kein Weg zum Pokalerfolg: Habe dieses Jahr sogar mal versucht, günstig gelegene Autobahnen zu nutzen:

Um schnell von HK5 nach Schleiz zu kommen, dann leider an falscher Stelle abgebogen und den quasi-Zeitvorteil gleich wieder verspielt, denn die mit mir gestarteten Kollegen waren über die Landstrasse auch schon da, als ich den Stift wegstecke…

Hatte am Samstag dann nochmals versucht, per BAB günstig um die Stadtdurchfahrung von Suhl zu kommen. Resultat: Suhl hat keine Abfahrt wo ich sie wähnte (BAB-Dreieck), also mit 140 Sachen die 20 km runter nach Meinigen Nord und auf der Landstrasse in der LKW Kolonne zurück... (hier hätte ggf. ein GPS Gerätchen was bringen können?)

Also: „überirdisch“ fahren? nö, aber eventuell überirdisch sitzen!

Die von Wolfgang bei der Siegerehrung erwähnten 900 km im Wettbewerb (über die manche Kollegen verwundert den Kopf schüttelten) waren eigentlich nur knapp 800 denn ich hatte mir erlaubt den Freitagabend nach Abgabe des Wertungsheftes an HK 9 nach Hause zu fahren – sind ja nur schlappe 80 km, nach fast 700 km an dem Tag (incl. der Anreise frühmorgens nach Plothen) quasi auf einer Backe abgesessen (autsch)

Oberhof war auch meine Nummer 13 als Teilnehmer mit Platz 2 die mit dem besten Wertungsresultat und wie ich hoffe, noch lange nicht meine letzte Deutschlandfahrt.

Gewonnen habe ich noch nie, außer an Erfahrung und dem Glücksgefühl die schönsten Ecken unseres Landes besonders intensiv erfahren zu haben.

Nächstes Jahr zwischen Vogelsberg, Rhön und Spessart? Bin wieder mit dabei!!!

Thomas Bauer


PS: Oberhof: Planung: von Ost nach West; Fahrt ähnlich wie Plan, nur mit 2 falschen Antworten…:
Start an HK5+3, HK7+2, HK6+3, HK8 + 2, HK4+2, HK9 (Nacht)
HK9+3, HK10+1, HK11+2, Ziel

Michael aus Düsseldorf Offline



Beiträge: 18

18.09.2006 12:57
#4 RE: Rückblick auf die Deutschlandfahrt 2006, Info für 2007 antworten
Erst einmal vielen Dank an Wolfgang
und die ganze Helfertruppe für diese tolle Veranstaltung.
Bis auf die geringe Starterzahl hat eigendlich alles gepasst.
Schön das es trotzdem in 2007 weitergeht.

Ich finde es eine gute Idee das Carsten und Thomas hier beschreiben wie es geht, vorne dabei zu sein.
Ich habe schon mehrfach versucht dieses Konzept im Kollegenkreis anzupreisen, aber irgendwie ist es den meisten zu stressig etwas selber zu planen. Entweder geht es auf die Rennstecke oder auf geführte Touren wo Hotel und Essen vom Veranstalter organisiert werden. Am Geld liegt es in diesen Fällen nicht.
Für mich passen beide Konzepte nicht. Deshalb fahren wir Deutschlandfahrt.

Ich/wir machen es im Prinzip wie Carsten. Internetrecherche, Stadtpläne mit genauer Lage der Kontrollen und die Erfahrung was für einen selbst machbar ist, gehören für uns dazu. Tanken brauche ich wärend der Veransatltung nicht (dafür habe ich halt mit dem 56 Liter Zusatzgewicht und 1,4 m Beiwagenspurweite zukämpfen und werde von LKWs und Baustellen eher ausgebremst) Fertige Butterbrote, Müsliriegel und 2 Liter Apfelschorle pro Person gehören ebenfalls dazu. Ob ein GPS bei der unterwegs notwendigen Umplanung weiterhilft weiß ich nicht, ich habs noch nicht probiert, es geht mit toller Mitarbeit von rechts auch ohne. Weiter benötigt man die Bereitschaft wirklich die ganze Zeit am erlaubten bzw. machbaren Limit zu fahren. Dazu gehört sicher etwas Kondition und in der Teamwertung die nötige Ruhe und Erfahrung, damit dies nicht im Streit endet.

In diesem Jahr haben wir den Mittelweg aus Ehrgeiz und stressfreiem Fahren gewählt. Vorbereitet wie Carsten, dann jedoch nicht Punkteobtimiert sondern nach ungünstig gelegener Lage herausgestrichen. Herausgekommen ist dabei eine tolle Fahrt, bei der sogar Zeit für Kaffee und Kuchen war. Und: einen Pokal gabs trotzdem.

Leider sind nicht mehr viele Motorradfahrer im Vorfeld bereit diesen Aufwand zu treiben. In der Woche vorher sind dies sicher 2-3 Stunden pro Abend. Deshalb ist es umso wichtiger auch für Leute mit weniger Zeit ein neues Konzept zu finden, vielleicht paralell als seperate "Touristen"wertung mit gemeinsamer Hotelbuchung.
Das Verhältnis von Veranstalteraufwand, Helfern und Teilnehmerzahlen ist schon seit Jahren nicht mehr akzeptabel. Ob sich die ganze Arbeit für die paar Leutchen noch lohnt, haben wir uns im letzten Jahr schon gefragt. Wolfgang war dieses Jahr auch an diesem Punkt. Ich wünsche Harald und seinen Freunden die Erfahrung eine Deutschlandfahrt mit vielen Startern zu erleben. Die Vorbereitungen machen aus eigener Erfahrung auf jeden Fall viel Freude.
Für uns sportlich ausgerichtete Fahrer ist es sicher schwierig neue Ideen zu entwickeln und in Worte zu fassen, dafür macht es zu viel Spaß so wie es ist, aber ohne neue Ideen und neue Teilnehmer geht es nicht weiter.
Vielleicht gibt es dazu ja Vorschläge von Ersttätern ohne rosa Deutschlandfahrtbrille.
Wir sind auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei.

Michael (mit Claudia und PanEuropeanGespann)

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