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Dieses Thema hat 21 Antworten
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 Kummerkasten
der_general Offline



Beiträge: 78

08.11.2007 16:00
Autogazette, 08.11.2007, 12:00 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves: Undichte Bremsleitungen an BMW-Motorrädern antworten

Undichte Bremsleitungen an BMW-Motorrädern, Autogazette, 08.11.2007, 12:00 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves.

In Antwort auf:
«Doch bevor es zu einer kritischen Situation kommen kann, bemerkt es der Kunde, weil sich der Druckpunkt beim Betätigen des Bremshebels verändert. Zudem kann er im Kunststoffbehälter am Lenker sehen, dass die Füllmenge der Bremsflüssigkeit abnimmt»,

der_general Offline



Beiträge: 78

11.11.2007 05:30
#2 RE: Autogazette, 08.11.2007, 12:00 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves: Undichte Bremsleitungen an BMW-Motorrädern antworten

In Antwort auf:
Nur zwei Tage nach dem Erscheinen eines Indymedia-Artikels über technische Defekte an BMW Motorrädern publizierte der Chefredakteur der Autogazette einen Artikel mit dem Titel „Undichte Bremsleitungen an BMW Motorrädern“. Die Darstellungen des Kraftfahrt-Bundesamtes, des BMW Motorrad Pressesprechers und des Chefredakteurs machen eine Nachbehandlung notwendig.


de.indymedia.org: Wieder Russisch Roulette bei BMW Motorrad?

der_general Offline



Beiträge: 78

11.11.2007 17:03
#3 RE: Autogazette, 08.11.2007, 12:00 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves: Undichte Bremsleitungen an BMW-Motorrädern antworten

Wer ein solches Modell besitzt, der sollte vielleicht mal den Tank abschrauben und selbst nachsehen, Bild gibt's hier: MOTORRAD-Forum



Nach Aussagen von Betroffenen, die sich heute im bekannten Boxer-Forum geäußert haben, hätte das KBA in Deutschland "keine Handlungsmöglichkeiten", weil die "Restwirkung der Bremse hinten den geringen gesetzlichen Anforderungen genügt." Das habe ich mir gedacht. Es gibt zwei Bremskreise und wenn einer ausfällt, z.B. vorne, gibt es noch den anderen.

Ich finde das eigenartig, denn was die Hinterradbremse an Bremsleistung beisteuert, das ist sicher dem einen oder anderen bekannt...

der_general Offline



Beiträge: 78

13.11.2007 14:18
#4 NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten

Der ADAC sieht Handlungsbedarf, beim Hersteller lässt man sich Zeit.

BMW prüft Material- und Verarbeitungsfehler (Autogazette/Netzeitung)

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

14.11.2007 08:00
#5 RE: NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten

Hallo zusammen,

der ADAC sieht bei anderen immer Handlungsbedarf.
Aber eins zeigt sich in den letzten Jahren immer deutlicher, und das trifft die ganze Motorradbranche. Neue Modelle kommen immer schneller auf den Markt, wir Kunden sind teilweise noch die Tester für die Hersteller, was die vielen Rückrufe deutlich zeigen. Das ist ein Trend, der uns nicht egal sein darf, besonders wenn es um sicherheitsrelevante Dinge geht.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

der_general Offline



Beiträge: 78

15.11.2007 03:11
#6 RE: NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten



Die Leckage tritt in dem Teil der Bremsleitung auf, der durch die Überwurfmutter verdeckt ist. Konkret unten an der Bördelung der Bremsleitung, also am Übergang zum ABS-Druckmodulator.

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

15.11.2007 07:20
#7 RE: NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten

Das sollte doch wohl ohne Schwierigkeiten zu beheben sein. Mal sehen, ob BMW dazu einen Rückruf startet.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

der_general Offline



Beiträge: 78

15.11.2007 15:21
#8 RE: NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten

Ohne weiter zu bewerten möchte ich mal ein paar Fakten präsentieren. Das Erfolgsmodell BMW R1200GS war von 2004 (Markteinführung) bis 2006 (Wechsel des Bremsenherstellers) insgesamt 8 mal von Rückrufen wegen Problemen mit dem Vorgängersystem betroffen. Unter diesen 8 Rückrufen sind 4, die sich auf die ABS-Funktion beziehen. http://www.r1200gs.info/misc/recalls.html

In Deutschland gibt es das Problem, dass Hersteller nicht präziese die Mängel bezeichnen und die Transparenz nicht gegeben ist, was ein Sicherheitsrisiko gerade für die Käufer / Besitzer von Motorrädern darstellt. Daher ist es ein praktischer Hinweis, immer die NHTSA/ODI Datenbak der US-Sicherheitsbehörde zu beobachten. Hier der Link, den sich jeder ernsthaft mal speichern sollte: http://www-odi.nhtsa.dot.gov/

Anders als in Deutschland können da Beschwerden von Besitzern in eine Datenbank eingegetragen und eingesehen werden, anders als in Deutschland sind die (Vor-)Untersuchungen und ihre Gründe transparent dargestellt wie auch ihre Ergebnisse. Anders als in Deutschland wird bei Rückrufen ganz konkret und korrekt das (Sicherheits-)Problem und seine technische Lösung benannt.

Nur als Beispiel: In den USA wissen die Menschen, dass beim alten Bremssystem von BMW Motorrad zuletzt ein Durchflussbegrenzer eingebaut wurde, der das Aussteigen bei einem so genannte Bremsschlag verhindert (KBA spricht von "Überdrücken"). In Deutchland glauben die Kunden aber überwiegend, das System wäre tatsächlich repariert worden, man sieht es teilweise an der Darstellung der Presse. Warum sie daran glauben? Einfach mal nachlesen, was die an Informationen in deutscher Sprache bekommen haben.

Das ist übrigens branchenübergreifend ein Problem - betrifft alle Hersteller/Importeure in Deutschland und vor allem auch Autos. Es steht jedem frei, sich Gedanken darüber zu machen, warum diese Form der Information (Desinformation) in Deutschland vorherrscht, und vor allem legal ist. Eine Antwort in dem Zusammenhang ist:

Das KBA hat zwar einen Leitfaden für Rückrufe entwickelt, der hat aber keinen Gesetzes-Charakter und kann nicht eingeklagt werden, schon gar nicht von Dritten. Dem KBA übergeordnet ist das BMVBS. Das ist die Regierung. Das sind die, die Gesetze machen. Gesetze, die für die Betroffenen in der Praxis ungünstig sind, und die für die Industrie in der Praxis günstig sind.

Das Beispiel der NHTSA/ODI zeigt, wie man es richtig macht - im Sinne der Sicherheit der Betroffnenen.



der_general Offline



Beiträge: 78

15.11.2007 16:49
#9 RE: NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten
der_general Offline



Beiträge: 78

17.11.2007 03:50
#10 RE: NEU: Autogazette, 13.11.2007, 12:08 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves, Bremsversagen antworten

Zur Meldung vom 15.11.2007 "Neue Mannschaft mit alten Problemen" (Motor-Kritik) gibt es was zu ergänzen.

Es gibt Hersteller, die verbauen an allen Bremsleitungen, die an den ABS-Druckmodulator angeschlossen sind, Stahlflex-Segmente. Mit dieser spezifischen Konstruktion wird sichergestellt, dass es nicht zu Vibrations- und Spannungsrissen kommt, und in der Folge zu gefährlichem Bremsversagen aufgrund einer Leckage. Das ist sicher aufwändiger und damit teurer, als es nicht zu tun. Die Lösung könnte also lauten: Stahlflex-Segmente, um Vibrations- und Spannungsrisse auszuschließen.

So sieht die Lösung bei anderen Herstellern (Auto) aus:






Und so sieht es in einem BMW Motorrad mit Integral-ABS von Continental Teves aus:



der_general Offline



Beiträge: 78

23.11.2007 12:30
#11 RE: Autogazette, 08.11.2007, 12:00 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves: Undichte Bremsleitungen an BMW-Motorrädern antworten

Gegenüber der Autogazette (Netzeitung) hat BMW nur zugegeben bzw. behauptet, dass die R-Modelle betroffen sind (die mit dem neuen Continental-Teves Integral-ABS ausgestattet sind). Auch wird nur der Ausfall der vorderen Bremskreise behauptet. Tatsächlich finden sich aber Hinweise auf Ausfälle von Bremskreisen auch bei K-Modellen (K1200S), wo übrigens gemäch der Hinweise die hinteren Bremskreise ausfallen.

Da zieht auch nicht die Ausrede von BMW, der Benutzer könne während der Fahrt den Flüssigkeitsverlust am Lenker sehen. In der zweiten Ergänzung des folgenden Artikels ist das offensichtlich auch mit den K-Modellen dargestellt:

BMW Motorrad muss Qualitätsprobleme zugeben

der_general Offline



Beiträge: 78

28.11.2007 23:26
#12 BMW Motorrad Integral-ABS wieder unzuverlässig? antworten

Undichte Bremsleitungen an BMW Motorrädern, die mit Integral-ABS Bremsen ab Baujahr 2006 ausgestattet sind, sind Grundlage für Mutmaßungen über die generelle Unzuverlässigleit von ABS-Bremsen an Motorrädern.

Der Defekt tritt am Druckmodulator des Integral-ABS auf, konkret an der Anbindung der Bremsleitungen. Neue Bremsleitungen sind in der Entwicklung, ein Rückruf für betroffene Maschinen wird aktuell nicht ausgschlossen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist auf BMW zugegangen, und hat inzwischen eine als Zwischenbescheid bezeichnete Darstellung als Stellungahme vorliegen

Quelle:

http://motorzeitung.de/nc/6591/news/erne...aedern-mit-abs/
http://www.auto-reporter.net/artikel.las?artikel=23016
http://de.cars.yahoo.com/28112007/422/pr...aedern-abs.html

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

29.11.2007 07:41
#13 RE: BMW Motorrad Integral-ABS wieder unzuverlässig? antworten

Hallo zusammen,

in meinen Augen ist es höchste Zeit, dass BMW zu dem Problem offiziell Stellung nimmt, die Motorräder zurückruft und die Bremsleitungen auf Kulanz austauscht. Es kann nicht sein, dass hier erst reagiert wird, wenn ein BMW-Fahrer aufgrund der mangelhaften, bzw. des Aufall eines Bremskreises verunglückt.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

der_general Offline



Beiträge: 78

14.12.2007 05:03
#14 RE: BMW Motorrad Integral-ABS wieder unzuverlässig? antworten

Bremsleitungen an den ABS-Druckmodulatoren bei dem Motorradhersteller KTM (Österreich) sind flexibel, nicht starr, wie beim Hersteller BMW Motorrad (Deutschland). Defekte, wie sie an Bremsleitungen an ABS-Druckmodulatoren des Herstellers BMW auftreten, sind damit beim Motorradhersteller KTM ausgeschlossen.

Das Foto zeigt einen BOSCH ABS8M Druckmodulator mit flexiblen Bremsleitungen an einer KTM 990 EFI Adventure N, die seit 2006 auf dem Markt ist.

der_general Offline



Beiträge: 78

18.12.2007 12:15
#15 RE: BMW Motorrad Integral-ABS wieder unzuverlässig? antworten

Bemerkenswert (aber sicher nicht unerklärlich) ist, dass die gesamte deutsche Fachpresse eine Berichterstattung über das Thema offenbar ablehnt, also nichtmal in einer Randnotiz darauf hinweist. Besonders peinlich wirkt das vielleicht vor dem Hintergrund, dass die Presse, die scheinbar nicht dieselben Abhängigkeiten aufweist, vielleicht gehässig wirkt:

In Antwort auf:
BMW ruft Motorräder der G-Baureihe zurück

BMW beordert knapp 2000 Motorräder der G-Reihe in die Werkstätten zurück. Anders als bei den Boxer-Modellen gibt es nun Probleme mit dem Kraftstoffschlauch.


BMW ruft rund 1800 Motorräder der G-Baureihe in Deutschland zurück. Bei den Modellen X-Moto, X-Challenge und X-Country kann der Kraftstoffschlauch undicht sein. Bislang sind laut Hersteller wenige Fälle bekannt, bei denen es tatsächlich zu Lecks gekommen ist.

Vorsorglicher Austausch


Daher wird der Schlauch bei den Modellen aus dem Produktionszeitraum von Juli 2006 bis März 2007 vorsorglich ausgetauscht. Die Halter der betroffenen Fahrzeuge sollen bereits informiert worden sein, der Austausch ist für die Kunden kostenlos.

Bereits vor Monatsfrist kam es bei Modellen der Boxerbaureihe zu Problemen mit den Bremsen kommen. Dort gab es in Einzelfällen Undichtigkeiten an den Bremsleitungen. (mid)


Meldung der Auto-/Motorradsparte der Netzeitung (Autogazette) vom 17.12.2007

der_general Offline



Beiträge: 78

21.12.2007 23:33
#16 RE: Autogazette, 08.11.2007, 12:00 Uhr, Integral-ABS Continental-Teves: Undichte Bremsleitungen an BMW-Motorrädern antworten

MOTORRAD 01/2008 vom 21.12.2007, Seite 50-51, Interview zu Undichtigkeiten an BMW-Bremsen mit BMW-Pressesprecher Rudolf Probst.

Der Pressesprecher gibt zu, dass es in Einzelfällen zu Undichtigkeiten im Bereich der Verschraubungen am ABS-Druckmodulator gekommen sei. Es handle sich dabei um Risse an den Bremsleitungen. Derzeit wären die Analysen vor dem Absschluss und es würde an Lösungen gearbeitet. Eine Umrüstaktion für die Modelle ab August 2006 mit Continental-Teves Integral-ABS wird derzeit nicht ausgeschlossen. Bereits Mitte Juli habe das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg BMW Motorrad aufgefordert, eine Stellungnahme zur Problematik abzugeben. Aufgrund der "Komplexität" wären aber bis jetzt die Untersuchungen noch nicht beendet. BMW Motorrad seien bisslang keine Unfälle mit Personenschaden bekannt geworden, so lautet - verkürzt - die Antwort auf die Interviewfrage, ob es bereits zu "kritischen Situationen" gekommen wäre.

Es kommt deutlich zum Ausruck, dass MOTORRAD die Gefährlichkeit "kritischer Situationen" im vorliegenden Fall erkennt, und damit auf der Linie des ADAC und BVDM steht. Anders als bisher gibt der Pressesprecher nicht mehr zum Besten, die Benutzer könnten während der Fahrt den Flüssigkeitsverlust am Lenker sehe, und würden auch den veränderten Druckpunkt wahrnehmen, so dass sie sich darauf einzustellen hätten. Im Gegenteil: Das Thema würde "sehr ernst" genommen und es würde "mit Nachdruck" an Lösungen gearbeitet.

der_general Offline



Beiträge: 78

26.03.2008 14:38
#17 Rückruf antworten

In den nächsten Wochen wird es einen Rückruf geben.

Den nennt der Hersteller, wie in vergleichbaren Fällen, "Umrüstaktion".

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

28.03.2008 10:38
#18 RE: Rückruf antworten

Die Motorradhersteller wären gut beraten, bei möglichen Problemen sofort zu reagieren und nicht erst abzufahrten bis es zu Unfällen mit eventuell auch tödlichem Ausgang kommt. Ein gutes Image erhält man auf Dauer nur, wenn man offensiv mit Fehlern umgeht und diese umgehend abstellt. Und natürlich rechtzeitig darüber informiert und so kritische Situationen erst gar nicht entstehen lässt. Scheinbar setzen aber immer mehr Hersteller auf die Strategie, vertuschen und im Stillen nachbessern. Verbraucherfreundlich ist das nicht. Bei harmlosen Kleinigkeiten, mag das auch noch angehen, aber nicht bei relevanten Bauteilen, die unsere Sicherheit betreffen. Hier ist eine umfangreiche Information der Kunden erforderlich und der Gesetzgeber gehalten, die Hersteller mit Nachdruck auf ihre Pflichten hinzuweisen.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

der_general Offline



Beiträge: 78

02.04.2008 18:00
#19 02. April 2008: Rückruf eingeleitet und den Medien bekannt gemacht antworten
02. April 2008

Rückruf von BMW Motorrädern mit ABS wegen Defekten an Druckmodulator

Wegen defekten Bremsleitungen am Druckmodulator von BMW Motorrädern mit ABS leitet der Münchener Hersteller einen Rückruf ein.

Vom Rückruf betroffen sind nur die mit ABS ausgerüstenen Modelle vom Typ R 1200 GS (ohne Adventure), R 1200 R und R 1200 ST. Deren betroffene Produktionszeiträume reichen, modellspezifisch, von August 2006 bis Februar 2008.

Vibrationen im Bereich der Verschraubung der Bremsleitungen am Druckmodulator führten zu Lecks an den Leitungen und in der Folge zum Auslaufen von Bremsflüssigkeit.


http://www.die-topnews.de/bmw-ruestet-br...it-abs-um-35871
Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

03.04.2008 09:22
#20 RE: 02. April 2008: Rückruf eingeleitet und den Medien bekannt gemacht antworten

Endlich, wurde auch Zeit, dass der Hersteller reagiert. In Sachen Sicherheit darf es keine faulen Kompromisse und halben Lösungen geben. An der uneingeschränkten Funktionstüchtigkeit der Bremse hängt schließlich unser Leben.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

der_general Offline



Beiträge: 78

06.04.2008 23:24
#21 37.000 BMW Motorräder weltweit betrofffen antworten

Es sind 37.000 BMW Motorräder mit ABS weltweit betroffen. Also nur solche mit dem Integral-ABS (von Continental).
http://www.motorradonline.de/news/rueckr...ffen.282354.htm


ORIGINAL RÜCKRUFSCHREIBEN:

Technische Umrüstaktion
Befundnummer 0000346700

Sehr geehrter Herr #########
nach unseren Unterlagen sind Sie Nutzer des o.g. BMW Motorrades.

Im Zuge der Qualitätsbeobachtung hat BMW Motorrad festgestellt, dass bei Ihrem Fahrzeug eine Bremsleitung der vorderen Bremsanlage u.U. beschädigt sein könnte. In der Folge könnte es zu Bremsflüssigkeitsverlust kommen. Bleibt dieser Bremsflüssigkeitsverlust längere Zeit unbemerkt, könnte es zum Ausfall der vorderen Bremse kommen. Die Funktion der Hinterradbremse ist davon nicht betroffen. Um die einwandfreie Funktion der Bremsanlage sicherzustellen, werden wir die entsprechende Bremsleitung ersetzen.

Wir möchten sicherstellen, dass sich ihr Motorrad in einem optimalen Zustand befindet und bitten Sie deshalb, sich kurzfristig mit einem BMW Händler oder einer BMW Niederlassung wegen eines Werkstatttermins in Verbindung zu setzen.

Selbstverständlich ist diese Maßnahme für Sie kostenlos.

Sollten Sie Ihr Motorrad zwischenzeitlich weiterverkauft haben, bitten wir Sie dieses Anschreiben an Ihren Käufer weiterzuleiten.

Wir bedauern die Ihnen durch diese Aktion entstehenden Unannehmlichkeiten und bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Bayerische Motorenwerke Aktiengesellschaft BMW Motorrad


der_general Offline



Beiträge: 78

13.06.2008 13:10
#22 RE: 37.000 BMW Motorräder weltweit betrofffen antworten

Die Staatsanwaltschaft München I führt unter dem Geschäftszeichen 497 AR 3014/08 Vorermittlungen im Zusammenhang mit der Durchführung einer Technischen Aktion (TA) mit der Befundnummer 0000346700 bei der BMW AG. Die Verkehrssicherheitsbehörde, das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg, hat seit 22. Juni 2007 Kenntnis von den technischen Defekten, gibt aber bis heute keine Auskunft nach den Vorgaben des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). Begründung: Der "behördliche Entscheidungsprozess" müsse geschützt werden.

Und leider kommt es auch nach Einleitung der TA noch zu Bremsenversagen. Betroffene waren nicht informiert. Mehr Informationen:

http://de.indymedia.org/2008/06/219837.shtml

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