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Dieses Thema hat 54 Antworten
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 Kraftstoffe
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olaf Offline




Beiträge: 71

18.02.2008 21:52
Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Geplant ist, das dem Normal und Super Kraftstoff in Deutschland bis zum Jahr 2009 bis zu 10% Bio-Ethanol beigemischt werden sollen.
Darüber wie Automotoren dies vertragen wird in den Medien heftig diskutiert. Aber wie sieht es mit Motorradmotoren aus?

Um diese Frage zu beantworten habe ich im Auftrag des BVDM die die Motorradhersteller angeschrieben mit nachfolgenden Brief.
Die Anfrage ging per Brief an die 14 Hersteller mit den meisten Verkäufen in Deutschland 2007.
In der Reihenfolge der Zulassungszahlen sind dies: BMW, Suzuki, Honda, Yamaha, Kawasaki, Harley-Davidson, KTM, Triumph, Ducati, Aprilia, Moto Guzzi, MV Agusta, Buell und Hysong.

Hier die Anfrage:

In Antwort auf:
Betrifft: Verträglichkeit der XYZ Motorräder mit Bio Ethanol

Sehr geehrte Damen/Herren,

die Bundesregierung plant den Anteil der aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Kraftstoffanteile zu erhöhen. In der Diskussion sind Anteile von Bio Ethanol in Normal (91 Oktan) und Super (95 Oktan) Kraftstoff bis 10% im Jahre 2009.

Die Folgen werden in den verschiedenen Medien heftig diskutiert, leider überwiegend im Zusammenhang mit Autos und deren Eignung für derartige Kraftstoffe.

Als Motorradfahrer sind wir natürlich an den Auswirkungen für Motorräder interessiert und hier besonders auch für ältere bzw. nicht mehr aktuell verkaufte Motorräder.

Daher möchten wir sie Bitten uns folgende Fragen zu den aktuell im Programm befindlichen und ehemals verkauften Motorrädern zu beantworten.

- Welche Motorradmodelle vertragen Kraftstoff mit 5 % Beimischung von Bio Ethanol (E5)
- Welche Motorradmodelle vertragen Kraftstoff mit 10 % Beimischung von Bio Ethanol (E10)
- Welche Motorradmodelle vertragen Kraftstoff mit höheren Beimischungen von Bio Ethanol oder können mit Anpassungen mit reinem oder überwiegenden Bio Ethanol (E50, E 85, E100) betrieben werden?
- Für welche Modellreihen wurden oder werden aufgrund Ihres Alters keine Untersuchungen auf Ihre Eignung für Bio Ethanol angestellt.

Und eine letzte Frage:
-Als gängige Empfehlung für Fahrzeuge die den hohen Bio Ethanol Anteil nicht vertragen wird angegeben Super Plus (98 Oktan) zu tanken. Gibt es bei Ihnen Untersuchungen darüber wie sich das tanken von Kraftstoff mit 98 Oktan auf den Benzinverbrauch und das Abgasverhalten auswirkt bei Motoren die für 95 oder nur 91 Oktan ausgelegt sind?

Für eine verbindliche Antwort auf diese Fragen, die wir auch unseren Mitgliedern in geeigneter Form weitergeben können wären wir Ihnen sehr verbunden.
Um die Informationswege kurz zu halten Bitte direkt an den Verfasser.

olaf Offline




Beiträge: 71

18.02.2008 21:57
#2 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Die Briefe wurden in einen Breifkasten geworfen, der Sonntag den 17.2.08 um 10 Uhr gelehrt wird.
Sie konnten also frühesten am Montag den 18.2. bei den herstellern sein.

Am 18.2. um 16:39 Uhr bereits die erste Antwort.
Die schnellsten waren Triumph:

In Antwort auf:
Hallo Herr XYZ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Verträglichkeit von Bio-Ethanol bei unseren Fahrzeugen.
Unsere Stellungnahme zu diesem Thema lautet wie folgt:

Unsere Fahrzeuge erzielen durch ihre konstruktive Auslegung die optimale Leistung bei Verwendung von nicht-methanolhaltigem Kraftstoff. Nichtsdestotrotz vertragen unsere Motoren E10 Kraftstoffe (10% Beimischung von Bio-Ethanol). Dies gilt für ALLE Triumph-Modelle der Hinckley-Ära seit Baujahr 1990. Der Kraftstoffverbrauch erhöht sich bei Verwendung von E10 aufgrund des geringeren Heizwertes jedoch um ca. 2-3% und gleichzeitig verringert sich die Motorleistung um etwa den gleichen Betrag.

Eine Pressemeldung zu diesem Thema wird gegen Ende der Woche erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen



Ulrich Bonsels
Kundendienstleiter & Pressesprecher
Triumph Motorrad Deutschland GmbH



olaf Offline




Beiträge: 71

18.02.2008 22:04
#3 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Nur marginal langsamer um 19:47 Uhr die nächste Antwort per E-Mail von Harley-Davidson und Buell:

In Antwort auf:
Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei senden wir Ihnen unser Statement zur Verträglichkeit von Kraftstoffen mit erhöhtem Bioethanol-Anteil für Harley-Davidson und Buell Fahrzeuge.


Statement zur Verträglichkeit von Harley-Davidson und Buell Motoren mit Kraftstoffen mit erhöhtem Bioethanol-Anteil

Die Mineralölkonzerne sind bereits seit geraumer Zeit dazu verpflichtet, Ottokraftstoffen so genanntes Bioethanol beizumischen. Dabei handelt es sich um Alkohol, der ausschließlich aus Biomasse hergestellt wurde. Voraussichtlich ab dem Jahr 2009 soll der Anteil der Pflichtbeimischung von Bioethanol bei den Kraftstoffsorten „Normal“ (91 ROZ) und „Super“ (95 ROZ) in Deutschland von bisher fünf auf bis zu zehn Prozent pro Liter steigen. In Österreich wird derzeit noch geprüft, ob und wann diese Änderung herbeigeführt wird.

Nicht alle Motoren, die bisher mit „Normal-“ oder „Super“-Kraftstoff betrieben werden konnten, vertragen den höheren Bioethanol-Anteil. Für den Bestandsschutz sorgt die Sorte „Super Plus“, die zunächst mit einem maximal fünfprozentigem Bioethanolanteil aufwartet.

Für die Besitzer von sämtlichen aktuellen und zahlreichen älteren Harley-Davidson Modellen ist die Umstellung auf den höheren Bioethanol-Anteil im Sprit kein Problem: Alle serienmäßigen Harley-Davidson Motoren ab dem Modelljahr 1980 vertragen zehn Prozent Bioethanol im Kraftstoff und können daher weiterhin problemlos mit „Super“ (ROZ 95) betrieben werden.

Besitzern von Harley-Davidson Motorrädern, die vor dem Modelljahr 1980 gefertigt wurden, empfiehlt der Hersteller, ab 2009 auf „Super Plus“ (ROZ 98) umzusteigen.

Für modifizierte beziehungsweise leistungsgesteigerte Harley-Davidson Motoren sowie für alle Buell Modelle empfiehlt die Motor Company, nach der Umstellung des Bioethanol-Anteils im Kraftstoff „Super Plus“ (ROZ 98) zu tanken.


Mit freundlichen Grüßen

Harley-Davidson Presse-Service
Knut Briel GmbH

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

20.02.2008 07:51
#4 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo Olaf,

erstmal vielen Dank für Deine Arbeit.
Mich würde vor allem interessieren, wie Ihr anderen das Thema seht. Viele, dazu gehöre ich auch fahren ja durchaus auch noch ältere Motorräder. Ich beobachte die Entwicklung mit Skepsis, habe mir aber noch kein Urteil über den ökolischen Sinn und die Folgen dieser vom Gesetzgeber für 2009 vorgeschriebenen Beimischung von 10 Prozent Bio-Ethanol gemacht.

Wenn ich künftig Super Plus tanken muss, ist das zum einen deutlich teurer, zum anderen steigt der Verbrauch. Triumph spricht bei seinen Motorrädern von zwei bis drei Prozent und einem entsprechenden Leistungsverlust. Das heißt nochmals mehr Kosten und mehr Belastung für die Umwelt. Insgesamt, so viel scheint nach meinem ersten Eindruck festzustehen, verbrauchen durch mehr Bio-Ethanol alle Fahrzeuge geringfügig mehr, da der Brennwert schlechter wird.
Wie ist Eure Meinung: Alles nur Blödsinn und letzlich negativ für die Umwelt oder ein Vorteil für die Umwelt, weil Bioethanol umweltverträglich produziert wird und Resourcen schont?

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
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Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

20.02.2008 14:27
#5 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo zusammen,

ein kleiner Nachtrag zum Verbrauch bei Bioethanol: Ein Mehrverbrauch entsteht nicht automatisch bei jedem Motor, sondern im wesentlichen durch eine nicht angepasste Einspritzsteuerung. Hier kann es, ja nach Technik, vorkommen, dass das Gemisch schlechter verbrannt wird, und es dadurch zu spürbarem Mehrverbrauch kommt. Laut Aussage von Motorentwicklern sei die Anpassung der Motorsteuerung und Einspritzung kein Problem und ein deutlich höherer Anteil von Alkohol könnte zu einem deutlichen Leistungplus und oder niedrigerem Verbrauch führen.
Es ist also von Seiten der Hersteller und Importeure erforderlich, die Motorsteuerung ab 2009 entsprechend neu zu programmieren, um den Benzinverbrauch zu optimieren. Wir als Verbraucher müssen dazu den entsprechenden Druck aufbauen, denn freiwillig wird kaum ein Hersteller diesen zusäzlichen Aufwand betreiben wollen.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

olaf Offline




Beiträge: 71

20.02.2008 23:08
#6 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Platz 3 imAntworten und der Klassensieg beim Briefeschreiben geht an Yamaha:

In Antwort auf:
Sehr geehrter Herr XYZ

Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 16.2.2008

Leider können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen zur Verträglichkeit bei der von Politikern geforderten Mengen von Ethanol im Benzin machen.

Der Hersteller Yamaha Motor Japan wird dieses Thema prüfen und die Importeure in der Zukunft informieren.

Zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine bedenklichen Informationen vor.

Super Plus Kraftstoffe können bedenkenlos getankt werden.

Mit freundlichen Grüßen

YAMAHA Motor Deutschland GmbH
Abteilung Kundendienst
i.A. Christian Meuter



Diesen Eintrag habe ich vom Brief abgeschrieben. Rechtschreibfehler gehen auf mein Konto und jeder darf sie behalten.

Leider befriedigt mich, der auch eine Yamaha besitzt, die Aussage von Yamaha nicht wirklich. Liefern die nicht in Länder in denen schon deutlich mehr Ethanol beigemischt wird?
Und wie geht ein Motorrad das für Normalbenzin ausgelegt ist (finde gerade keine Liste auf welche Yamahas das zutrifft) mit Super Plus um?

Kann ein Motor der für 91 Oktan ausgelegt ist, überhaupt die klopffesteren Kraftstoffbestandteile im 98 Oktan Sprit vollständig verbennen?
Höherer Verbrauch und mehr Kohlenwasserstoffe im Abgas wären die Folge!

Aus persönlicher Erfahrung mit einer BMW R80 und einer Suzuki DR 350 verbrauchten beide (Normalbenzin) Motorräder mindestens einen halben Liter mehr bei Verwendung von 98 Oktan

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

22.02.2008 07:49
#7 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo zusammen,

richtig lesen wollen oder können die Pressesprecher der Unternehmen, die bereits geantwortet haben wohl nicht. Denn gerade weiterführenden Fragen, bleiben bislang unisono unbeantwortet. Wir werden aber natürlich nachfragen, wie die Entwicklung weitergeht und ob die Motoren auch für deutlich höhere Bio-Ethanol-Mengen ausgelegt werden.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

bikerfetz Offline



Beiträge: 3

24.02.2008 10:28
#8 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo,

das zögerliche Verhalten vieler Hersteller finde ich sehr bedauerlich. Im Internet findet man herzlich wenig an Informationen und die Saison steht vor der Tür. Auch wenn dieses Jahr noch Ottokraftstoff E5 Normal und Super flächendeckend erhältlich ist gibt es doch genügend Motorradfahrer die in diesem Jahr eine Neuanschaffung planen und unter Umständen im nächsten eine böse Überraschung erleben. Eigentlich wollte ich mir auch dieses Jahr eine neue Suzuki Bandit 1250 kaufen, werde die Anschaffung aber bis auf weiteres verschieben solange die Hersteller es nicht für nötig befinden die Kundschaft vernünftig über dieses wichtige Thema aufzuklären.

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

24.02.2008 12:30
#9 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Du hast völlig Recht. Es ist unverständlich, dass sich die Hersteller mit klaren Aussagen so viel Zeit lassen. Die Importeure müssen sich wohl erst mit den Herstellern abstimmen und scheinbar sind einige der Unternehmen von der Ankündiung der Bundesregierung, der Bioethanol-Anteil zu erhöhen, überrascht worden.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

Fredl Offline




Beiträge: 13

25.02.2008 19:57
#10 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Servus Gemeinde!

Also unsere Regierung ist im CO2-Wahn und verbricht ein Schwachsinnsgesetz nach dem anderen
Bioethanol im Sprit ist umweltpolitisch ein absoluter Schwachsinn:
Fakt ist, dass Deutschland nicht genügend Anbauflächen hat um den Biosprit für die Zumischung selbst zu produzieren!
Auch wenn wir es könnten, wird dazu von den Landwirten jede Menge Dieselöl in Ihren Traktoren verbrannt und noch mehr Kunstdünger und Pestizide für´s Wachstum verbraten.....
Also werden in Südamerika und Afrika Urwälder gerodet um Rapps, Mais und Zuckerrohr anzubauen.
Diese Rohstoffe werden dann entweder vor Ort unter fragwürdigen Bedingungen für Mensch und Natur zu Ethanol verarbeitet und oder die Rohstoffe mit Schiffen über die Ozeane zu uns gekarrt! Klaro, die Schiffe brauchen ja fast kein Schweröl und laufen alle mit Rußfilter und fast CO2-neutral
Man sieht also schon an diesen kleinen Beispielen wie hirnlos unsere Regierung an die Sache rangegangen ist!
Man sollte lieber mehr Kohle in die Forschung stecken um die Motoren noch sparsamer zu machen und vor allem um Alternativantriebe zu finden!
Aber daran verdient ja der Staat keinen Cent

olaf Offline




Beiträge: 71

26.02.2008 20:22
#11 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Heute die Antwort von Kawasaki per E-Mail:

In Antwort auf:
Sehr geehrter Herr XYZ,

eine Freigabe für den ab 2009 in den Handel kommenden „E10-Kraftstoff“ liegt uns durch unser Mutterhaus in Japan zum jetzigen Zeitpunkt leider generell noch nicht vor.

Eine aussagekräftige Information zur Verträglichkeit des neuen Kraftstoffs mit unseren Modellen erwarten wir allerdings schon in naher Zukunft, da mit dem zukünftigen „E10-Kraftstoff“ zur Zeit umfangreiche Prüfungen durch Kawasaki Japan durchgeführt werden. Über die Wirkung des neuen „E10-Kraftstoffs“, der einen Anteil von 10 Vol. % Bioethanol haben wird, auf bestimmte Motorbauteile oder über eine Veränderung des Kraftstoffverbrauches können wir Ihnen deshalb noch keine seriöse Antwort zukommen lassen.

Sobald uns gesicherte Informationen vorliegen, werden wir für aktuelle wie ältere Modelle eine entsprechende Empfehlung veröffentlichen, anhand derer unsere Kunden nachvollziehen können, ob ihr Motorrad für den Kraftstoff E10 geeignet ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wird nach jetzigem Kenntnisstand empfohlen, SuperPlus Kraftstoff mit 98-100 Oktan (Bioethanolanteil 5 Vol. %) zu tanken.

Freundliche Grüße
Jörg Schimmel

Technischer Kundendienst
Kawasaki Motors Europe N.V.
Niederlassung Deutschland


Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

28.02.2008 09:27
#12 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Habe heute nach telefonischer Rückfrage bei Rudolf-Andreas Probst, dem Pressesprecher von BMW-Motorrad, folgende Antwort erhalten:

Das Schreiben unseres Verbandes liegt ihm nicht vor.
BMW will seinen Kunden eine möglichst genaue und vor allem verlässliche Auskunft über die Verträglichkeit von Bioethanol bei BMW-Motorrädern, insbesondere den älteren Modellen geben. Deswegen seien noch Untersuchungen und Rücksprachen mit Zulieferern erforderlich, die zurzeit laufen würden.
Sobald die Ergebnisse feststehen, wird er uns informieren.

Wir werden die Antwort dann umgehend hier veröffentlichen.


Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

olaf Offline




Beiträge: 71

28.02.2008 23:14
#13 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Heute kam per Post die Antwort von Honda:

In Antwort auf:
Verwendung von Kraftstoff mit 10% Bioethanolanteil in Honda Motorrädern

Sehr geehrter Herr XYZ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu dem oben genannten Thema, die wir wie folgt beantworten.

Grundsätzlic können alle Honda-Zweiräder, die die EURO-3-Norm erfüllen, mit Kraftstoff mit dem Bioethanol-Anteil bis 10% (E10) betankt werden. EURO-2-Motorräder sowie ältere Fahrzeuge, die nach 1990 gebaut wurden, können größtenteils mit einem Ethanol-Anteil bis zu 10% betrieben werden. Prinzipell sollte aber im Fahrerhanbuch/Kaoitel „Kraftstoff“ nachgesehen werden, ob das einzelne Modell für die Verwendung von E10 geeignet ist. Sollte das Fahrerhandbuch nicht mehr vorhanden sein, können sich Kunden an ihren Honda Motorrad Vertragspartner wenden und dort ein Fahrerhandbuch bestellen. Allerdings sind nicht alle Fahrerhandbücher verfügbar. Kraftstoffe mit einem höheren Ethanolanteil als 10% sind von Honda generell nicht auf Ihre Verwendbarkeit in Honda Motorrädern getestet.

Ältere Fahrzeuge, als 1990 wurden seitens des Fahrzeugherstellers bis auf einige Ausnahmen, noch nicht geprüft, bzw. freigegeben. Die Untersuchungen laufen zurzeit noch. Sobald uns neue Erkenntnisse hierzu vorliegen, werden wir diese auf unserer Internetseite http://www.honda.de veröffentlichen.

Aus unserer Sicht bestehen keine Bedenken gegen die Verwendung von Super Plus an Stelle von Normal oder Superbenzin. Die Angabe des Herstellers stellt ja eine Mindestanforderung an den Kraftstoff bezüglich der Oktanzahl dar. Super Plus liegt mit 98ROZ deshalb immer über der von Honda geforderten Spezifikation

Wir freuen uns, wenn wir mit diesen Ausführungen zur Klärung der Angelegenheit beigetragen haben. Falls Sie weitere Informationen benötigen sollten, können Sie sich selbstverständlich jederzeit gern wieder an uns wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Honda Motor Europe (North) GmbH
Kundenbetreuung



Es gilt das gleiche wie bei allen von mir abgeschriebenen Briefen. Wer Fehler findet darf sie behalten. Im zweifelsfall gilt das was auf dem Papier steht.

Die Antwort von Honda ist etwas detailierter und individueller als einge bisherige Antworten.

Aber langsam Frage ich mich ob die Personen die die Anfrage beantworten die Fragen auch lesen oder gar vollständig verstehen (Ein Kundendienst oder Presseabteilungs Mitarbeiter muss ja nicht unbedingt Ahnung von Technik haben)?
Das Motorräder die für 91ROZ oder 95ROZ ausgelegt sind auch mit 98ROZ (Super Plus) laufen steht ausser Frage.
Aber wie ändern sich Verbrauchs- und Abgaswerte für diese Motorräder, wenn sie mit einem Kraftstoff betrieben werden, bei dem sie garnicht alle Komponenten und deren Energieinhalt ausnützen können?

olaf Offline




Beiträge: 71

28.02.2008 23:38
#14 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Zitat Michael:

In Antwort auf:
Habe heute nach telefonischer Rückfrage bei Rudolf-Andreas Probst, dem Pressesprecher von BMW-Motorrad, folgende Antwort erhalten:

Das Schreiben unseres Verbandes liegt ihm nicht vor.



Einmal kurz zur Erläuterung für Alle.
Die Adressen der Hersteller bzw. Importeure habe ich mir zunächst über die offiziellen Webseiten der selbigen besorgt.
Mit erschrecken habe ich festgestellt, das noch nicht einmal alle der Top 14 eine Adresse angeben und rechtliche Vorgaben für Webseiten erfüllen.

Die von mir auf den Webseiten gefundenen Adressen waren in allen Fällen Deckungsgleich mit den Adressen die im Jahresheft der Motorrad News: "MOTORRÄDER 2008" auf Seite 218 stehen (können dort nachgelesen werden).
Da ich keine Information von den einzelnen Herstellern oder Importeuren habe wer oder welche Abteilung dafür zuständig ist, gingen alle Briefe an die allgemeine Adresse.
Wie die dann hausintern weitergeleitet werden entzieht sich meiner Kenntnis. Im Falle von Triumph, Harley-Davidson und Yamaha kam die Antwort (zu meiner eigenen Überraschung) jedoch praktisch ohne zeitliche Verzögerung (die kam nur über die Antwortwege)

Zu BMW
Unabhängig von der allgemeinen Anfrage im Auftrag des BVDM hatte ich schon Wochen vorher über einen Kontaktlink auf der Webseite von BMW konkret nachgefragt ob meine BMW R 1100 RT Baujahr 1996 E10 verträgt.
Am nächsten Tag hatte ich folgende Mail:

In Antwort auf:
Sehr geehrter Herr XYZ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Handelsübliche Kraftstoffe, die Sie heute an Markentankstellen erhalten,
enthalten bereits einen Anteil an Kraftstoffen (Mindestanteil 1,2 % in
2007, 2 % in 2008, 2,8 % in 2009) die biologisch erzeugt wurden. Gegen
die Verwendung dieser Kraftstoffe bestehen unsererseits keine Bedenken,
da diese der Norm DIN EN 228 unterliegen, die den Anteil an Bioethanol
regelt. Bitte beachten Sie, dass gemäß dieser Norm bei einer
Ethanolbeimischung von bis zu 5 % keine Kennzeichnungspflicht besteht.

Seitens BMW Motorrad bestehen gegen eine Verwendung von Ottokraftstoffen
mit einer Beimischung von maximal 10 % Ethanol keine Bedenken. Höhere
Beimischraten haben wir allerdings nicht getestet und raten Ihnen daher
davon ab eigene Mischungen zu erstellen oder auf Kraftstoffe
zurückzugreifen, die nicht der o.g. Normung unterliegen.

Viele Grüße
BMW Motorrad Direct



Bei individuellen Anfragen reagiert BMW also deutlich schneller.

olaf Offline




Beiträge: 71

29.02.2008 00:17
#15 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Uups da hätte ich doch fast das heutige (okay schon gestern) Mail von Suzuki in meinem Postfach nicht zeitnahe eingestellt.

In Antwort auf:
Hallo Herr Biethan,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir Ihnen und den BVDM-Mitgliedern derzeit wie folgt beantworten können:

Nach unserem aktuellen Informationsstand wird über die flächendeckende Einführung des so genannten E10 als Standard-Kraftstoff nicht vor Ende März 2008 endgültig entschieden. Bis dahin sollen die Hersteller abschließend klären, wie es um die Verträglichkeit ihrer Fahrzeuge mit diesem Kraftstoff bestellt ist.
An der geplanten Änderung wirkten auf Seite der Fahrzeughersteller lediglich der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) mit. Sowohl die PKW-Importeure (organisiert im VDIK) als auch die gesamte Motorradindustrie wurden nicht an dem Verfahren beteiligt. Es wäre sicher richtiger gewesen, die Verwendbarkeit erst abschließend zu klären, dann die Einführung zu prüfen und ggf. zu verkünden.

Auf Grund der recht kurzfristigen Bekanntgabe der geplanten Änderung haben wir derzeit noch keine endgültige Stellungnahme der SUZUKI MOTOR CORPORATION in Japan vorliegen.

Sobald uns diese vorliegt, werden wir über die Verwendbarkeit von Kraftstoff mit 10% Ethanol -Anteil auch in SUZUKI Motorrädern, für welche die Verwendung laut Fahrerhandbuch nicht ausdrücklich freigegeben ist, auf http://www.suzuki.de unter der neuen Rubrik der "häufig gestellten Fragen" (FAQ) informieren.

Zu Ihren weiteren Fragen:

Kraftstoff mit bis zu 5% Ethanol ist unbedenklich. Diese Beimischungsrate ist ja auch bereits jetzt möglich.

SUZUKI gibt derzeit keine Ethanolanteile von mehr als 10% frei.

Welche Untersuchungen SUZUKI in Japan im einzelnen durchführt, ist uns derzeit nicht bekannt.

Herkömmlicher aktueller Kraftstoff mit höherer Oktanzahl als erforderlich hat keine Auswirkungen auf Verbrauch, Motorleistung und Abgasverhalten, solange die Oktanzahl nicht z.B. durch eine Klopfregelung die Motorsteuerung beeinflusst.

Mit freundlichen Grüßen / Best regards
SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE GMBH



Es bietet wenigstens auch ein mal ein paar neue Infos

Wenn ich das jetzt richtig verstehe wurden die Motorradhersteller garnicht berücksichtigt bei den Gesetzesentwürfen und Planungen zu wesentlichen Änderungen.

Waren das nicht auch Gründe warum sich der BVDM vor nunmehr knapp 50 Jahren gegründet hat?

Zweiradfahrer wurden damals schlichtweg vergessen und ignoriert.....

olaf Offline




Beiträge: 71

05.03.2008 00:04
#16 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Und heute war auch die offizielle Antwort von BMW im Briefkasten.
Da ich sie um 23 Uhr vom Brief abgeschrieben habe gilt das gleiche wie für die anderen abgeschriebenen Briefe...

In Antwort auf:
Thema: BMW Motorrad-Programm

Sehr geehrter Herr XYZ,

vielen Dank für Ihr Schreiben.

Handelsübliche Kraftstoffe (Normal- und Superbenzin sowie Superplus), die Sie an Markentankstellen erhalten, enthalten bereits heute einen Anteil von max. 5% an Kraftstoffen, die biologisch erzeugt wurden. (E5). Diese Kraftstoffe können bedenkenlos bei allen BMW Motorrädern verwendet werden bzw. werden ohnehin verwendet.

Der deutsche Gesetzgeber plant nun zum Jahresbeginn 2009 den Ethanolanteil im Normal- und Superbenzin auf 10% (E10) zu erhöhen. Das Superplus (E5) soll hingegen unverändert bleiben.

Bitte haben sie dafür Verständnis, das wir momentan keine endgültigen Aussagen zu der Verwendung von E10-Kraftstoffen bei BMW Motorrädern machen können. Momentan liegen uns weder die kompletten Ergebnisse unserer Untersuchungen, noch die Aussagen unserer Lieferanten über die Verträglichkeit der unterschiedlichen Bauteile und Beschichtungen vor. Sobald alle Untersuchungen abgeschlossen sind, werden wir über die Verträglichkeit aller BMW Motorrad Baureihen mit E10-Kraftstoffen informieren. Bitte haben sie bis dahin einfach noch etwas Geduld.

Die Verwendung von E50-, E85- oder E100-Kraftstoff wurde bzw. wird von uns allerdings nicht geprüft und deshalb von unserer Seite auch nicht für die Verwendung bei unseren Motorrädern freigegeben.

Der Umstieg auf Superplus ist bei allen Fahrzeugen, die normalerweise auf Normal- oder Superbenzin ausgelegt sind problemlos möglich. Kraftstoffverbrauch und Abgasverhalten als auch Leistung und Drehmoment verschlechtern sich nicht mit steigender Kraftstoffqualität. Bei aktuellen Modellen, die bereits über eine Klopfregelung verfügen, kann ein Fahrzeug durch weniger Klopfregeleingriffe mit einer höheren Kraftstoffqualität sogar mehr Leistung haben.

Mit besten Grüßen
BMW Motorrad

i.V. Dieter Banze
Leitung BMW Motorrad Direct



Grundsätzlich das, was ich als Verantortlicher bei einem großen Motorradhersteller auch schreiben würde. Aus persönlicher beruflicher Erfahrung vermute ich, dass garantiert einige Kommunikation mit den Lieferanten besteht (nicht nur bei BMW), die auch erst einmal prüfen müssen...

Nur mit einem kann ich mich nicht abfinden. Das ein für Noramlbenzin ausgelegtes Motorrad ohne moderne Elektronik genausogut mit Superplus fährt. Das wiederspricht meiner persönlichen Erfahrung mit Normalbenzin Motorrädern, als dem was ich vor über 20 Jahren an der Universität bei Messtechnischen Übungen an Verbrennungsmotoren gelernt habe.

bikerfetz Offline



Beiträge: 3

05.03.2008 20:12
#17 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo,

auf der Internetseite von Suzuki Deutschland hat sich etwas getan. Unter Infocenter/FAQs findet man eine Info die zumindest einigen Suzukifahrern weiterhelfen sollte.

Gruß
bikerfetz

olaf Offline




Beiträge: 71

05.03.2008 23:53
#18 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Dann will ich doch das, was dort auf der Suzuki.de Webseite steht, hier schnell mal rein kopieren:

In Antwort auf:
Bioethanol-Beimischungen zum Kraftstoff (E10)

Über den zu verwendenden Kraftstoff (Oktanzahl 91 = Normalbenzin bzw. 95 = Superbenzin) gibt grundsätzlich das Fahrerhandbuch Auskunft. Soweit dort die Verwendung von Kraftstoffen mit Bioethanol-Beimischung nicht freigegeben ist und die Frage der Verträglichkeit des ab 2009 in Deutschland geplanten Kraftstoffes mit 10% Bioethanol (E10) besteht, müssen wir unsere Kunden noch um etwas Geduld bitten. Wir erwarten in naher Zukunft die endgültige Stellungnahme der SUZUKI MOTOR CORPORATION aus Japan zu diesem Thema. Sobald uns diese vorliegt, werden wir über die Verwendbarkeit von E10 in SUZUKI Motorrädern, für welche die Verwendung laut Fahrerhandbuch nicht ausdrücklich freigegeben ist, an dieser Stelle ausführlich informieren.


Also im Fahrerhandbuch meiner Suzuki DR350 Baujahr 1990 steht:
In Antwort auf:
Verwenden sie Benzin mit einer Oktanzahl von 91 Oktan oder mehr (Forschungsmethode), vorzugsweise bleifrei


Von biologosch hergestellten Kraftstoffen steht dort nichts. Aus Erfahrung weiss ich, das sie mit 98 Oktan mehr verbraucht und sich im kalten Zustand noch schwerer ankicken lässt

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

08.03.2008 09:19
#19 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Still ruht der See wohl bei den anderen Herstellern. Offenbar halten sie es nicht für erforderlich, ihre Kunden zu informieren. Vielleicht wissen sie aber auch, dass bei diesem Schnellschuss der Politik ohnehin kaum etwas rumkommen wird. Die Autoindustrie hat sich mächtig zu Wort gemeldet und ordenlich Druck auf die Bundesregierung ausgeübt. Denn, wie so oft bei politischen Entscheidungen, hat man die Betroffenen weder gefragt, noch in den Entscheidungsprozess miteinbezogen. D.h. weder die Fahrzeugentwickler noch die Umweltverbände wurden als Experten zu dem Thema gefragt. Was dabei rauskommt ist klar: Unausgegorener Blödsinn, der Verunsicherung für Verbraucher und Hersteller, für den Verbaucher, sprich Motorradfahrer, aber auf lange Sicht vor allem höhere Kosten mit sich bringt. Denn SuperPlus ist deutlich teurer und wenn die staatliche Förderung für das Bioethanol wegfällt, wird auch dieser Sprit teurer werden. Das macht schnell einige hundert Euro im Jahr aus.
Wir als BVDM werden daran arbeiten, noch stärker im Vorfeld von politischen Entscheidungen miteinbezogen zu werden. Wir haben in der Vergangenheit schon viele unsinnige Schnellschüsse verhindern können, in meinen Augen aber längst nicht alle. Je stärker wir werden, desto mehr Einfluss können wir nehmen. Macht mit!!

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

bikerfetz Offline



Beiträge: 3

08.03.2008 10:32
#20 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo zusammen,

noch viel schlimmer ist das nach den derzeitigen Planungen der Bestandsschutz für SuperPlus E5 nur bis 2016 gilt. D.h. der Mineralölindustrie steht es danach frei ob sie 2017 diesen Sprit noch anbietet.

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

08.03.2008 10:51
#21 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten
Bleibt zu hoffen, dass es bis dahin sinnvolle Alternativen gibt und der Betrieb der derzeit aktuellen Motorräder (die dann Young- und Oldtimer sind) auch sichergestellt ist.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

12.03.2008 07:43
#22 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

@Olaf:

Was hältst Du davon, die Firmen, die bisher noch nicht reagiert haben, noch einmal um eine Stellungnahme zu bitten. Bei Interesse hole ich zu dem Thema gerne auch eine offizielle Stellungnahme von Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium ein.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

olaf Offline




Beiträge: 71

14.03.2008 22:57
#23 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Heute, nach knapp einem Monat, auch die Antwort per Brief der Firma MSA, dem Importeure von Hyosung:

In Antwort auf:
Ihr Schreiben vom 16.02.2008

Sehr geehrter Herr XYZ

Leider können wir Ihnen noch keine Infos über die Verträglichkeit unserer Fahrzeuge mit dem E10 Kraftstoff geben. Sobald uns die Testergebnisse durch den Hersteller vorliegen, werden wir Sie nochmals über das Ergebnis in Kenntnis setzen

Mit freundlichen Grüßen

Marco Kosalla
MSA Motor Sport Accessoires GmbH



Leider immer noch keine Antwort von:

- KTM (die sich in den USA mit Sicherheit der Problematik stellen müssen)
- Ducati
- Aprilia / Moto Guzzi
- MV Agusta / Cagiva
und nachträglich angeschrieben: - MZ

Erstaunlich, das gerade die Anbieter von überwiegend sportlichen Motorrädern noch keine Antwort gegeben habe.
Diese scheinen Qualitiät anders zu definieren....

Werde die Hersteller noch einmal anschreiben. Hoffe das ich noch dieses Wochenende dazu komme, ansonsten nach Ostern.

Eine offizielle Stellungnahme des Bundesverkehrs- und Umweltministerium wäre natürlich äussertst interessant. Vor allen unter dem Hintergrund ob Motorräder überhaupt bei den Planungen berücksichtigt wurden!

Leider hat sich auch noch kein Hersteller dazu geäussert, wie Normalbenzin Motorräder mit Super Plus laufen (Verbrauch, Emissionen etc.).


Vielleicht sollte man da mal selbst einen Versuch machen
...verbunden mit einer netten doppelten 100 km Runde durchs Bergische.

Treffpunkt Sonntags so um 10 Uhr an einer Tankstelle im Kölner Westen.
Alle sollten mit möglichst leeren Tank die Tankstelle erreichen und wenn möglich einen Kanister dabei haben.
In dem lassen wir über den Benzinschlauch den Restsprit ab.
Dann tankt jeder etwas mehr als die Menge die er für 100 km (bzw. die geplante Route) braucht.
Ziel ist wieder die Tankstelle.
Nun lassen den Restsprit ab und messen Ihn möglichst (=> Verbrauch)
Danach tankt jeder die gleiche Menge nocheinmal. Wir fahren die gleiche Runde nocheinmal und messen danach wieder den Restsprit
Motorräder die Normalbenzin brauchen fahren eine Runde mit 91 Oktan und eine mit 98 Oktan (Super+)
Motorräder die Superbenzin brauchen fahren eine Runde mit 95 Oktan und eine mit dem Hightech Sprit der Tankstelle z.B. 100 Oktan.

Ob man für solch eine Aktion 2 bis 20 Motorräder im Kölner Westen zusammenbekommt?

Terminvorschläge: 30.3., 6.4. oder 13.4.

Selbstverständlich wird die Runde mit GPS aufgezeichnet und bei der Runde sollte in der Gruppe jeder seinen Fahrspaß haben




Michael Lenzen Offline




Beiträge: 330

15.03.2008 09:28
#24 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Hallo Olaf,

die Idee mit der Vergleichsfahrt ist prima, am 30.03. wäre ich mit von der Partie, an den anderen Terminen ist es etwas schwieriger.

Ich werde Umwelt- und Bundesverkehrsministerium wegen der Bioethanol-Problematik anschreiben und um eine Stellungnahme bitten.
Zurzeit rudert die Regierung ja schon wieder zurück. Ich hoffe, dass Sie den BVDM diesmal in die Diskussion und weitere Planung einbeziehen.

Michael Lenzen, 1. Vorsitzender BVDM;
BVDM, Mit Sicherheit mehr Spaß

olaf Offline




Beiträge: 71

19.03.2008 00:27
#25 RE: Motorräder und die Verträglichkeit mit Bio-Ethanol antworten

Bin diese Woche dienstlich in den neuen Bundesländern und werde Ostern bei einer Rallye (Baja Saxonia)südlich von Leipzig starten. Bin also erst am Ostermontag zurück. Wird etwas knapp für mich das bis zum 30.3. zu organisieren
Zumal hier gerade eine geschlossene Schneedecke liegt, was vielleicht einige davon abhält bei diesem Versuch teil zu nehmen.

Jeder aus dem Großraum Köln ist aber hiermit aufgerufen an diesem Eigenversuch teilzunehmen.
Sprit zahlt jeder selber, dafür werde ich mich bemühen eine Interessante ca. 100 km lange Runde zu scouten. Wenn schon die Hersteller und Importeure die Frage nicht beantworten, dann sollten wir es doch mal selbst so gut wie möglich probieren
Bitte meldet Euch bei Interesse!


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