Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 34 Antworten
und wurde 11.182 mal aufgerufen
 Kummerkasten
Seiten 1 | 2
der_general Offline



Beiträge: 78

26.01.2006 21:20
BMW & ABS antworten
Hallo zusammen,

(Die Werbung an dieser Stelle wurde gelöscht! Kommerzielle Werbung wird in diesem Forum nicht geduldet! Euer Admin)

Und viele glauben ja vielleicht tatsächlich, es würde nur um den Ausfall der ABS-Funktion gehen. Der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. hat der Hersteller wie folgt geschrieben:

In Antwort auf:
Bei extrem schneller und zugleich extrem kräftiger Hebelbetätigung können im System sehr hohe Druckspitzen auftreten (genauer: hohe Druckgradienten). Wenn dieser Druckgradient einen Extremwert überschreitet (der Grenzwert liegt mehr als doppelt so hoch, wie bei einer plötzlichen Vollbremsung im Regelbereich), kann im Zusammenspiel mit sehr geschwächter Bordspannung dann unter Umständen der Druck nicht mehr ordnungsgemäß „abgeregelt“ werden. Die ABS-Funktion ist dann nicht mehr gegeben. Die Folge ist eine Blockade des Rades (die Bremskraftverstärkung funktioniert in diesem Falle).

Demnach muss es sich m.E. vor allem um eine sehr schnelle und sehr kräftige Betätigung Hebels und zugleich weniger um eine geschwächte Batterie handeln, damit dieser Fall überhaupt auftritt. Der Kfz-Sachverständige und Unfallforscher Michael Weyde (Berlin) hat bereits die Gewaltbremsung, also einen so genannten „Bremsschlag“, bei BMW Autos (Polizeifahrzeuge, Typs E 39) untersucht. Er stellte seinerzeit fest: „Das Steuergerät müsste getauscht werden, und ich gehe davon aus, dass es hier ein kombinierter Systemfehler ist, und zwar auf der einen Seite die Steuerung der Elektronik und ein Drucksensor, der regelt, dass der interne Bremsdruck nicht zu hoch wird.“ Es ist sicher zu vermuten, dass bei der Integralbremsanlage von BMW eine ähnliche Ursache für den Defekt vorliegt. Meines Erachtens hat BMW daher in der Ergänzung zur Bedienungsanleitung auf Seite 1 und 2 darauf hingewiesen, was bei der Spezialsituation Fahrsicherheitstraining zu beachten ist. Wieso sollte das aber nur bei einem FST passieren? Das glaubt doch niemand, oder? Jedenfalls ist das mit dem ABS Ausfall ist ja nur eine von vielen kritischen Situationen mit dem BMW Integral ABS III mit Bremskraftvertärker und ABS (Hersteller: FTE Automotive/Ebern). Allein die Auswirkungen der Restbremsfunktion können eine Gefährdung darstellen. Bekannt, dass es dadurch Unfälle gab, oder?

Restbremsfunktion

Restbremsfunktion ist der Zustand, wenn weder das ABS, noch die Bremskraftverstärkung aktiv sind und auch die Funktion Verbundbremse nicht zur Verfügung steht. Die Ursachen, die zu diesem so genannten Fallback führen, sind zahlreich, vom Prinzip her gar nicht alle auszumachen:

"Sobald die Elektronik irgendeine, auch kleine Unregelmäßigkeit registriert, [...] schaltet zurück in die Rückfall[...]ebene. ... Zum Beispiel wenn der Bremslichtschalter [...] Oder eine kleine Unregelmäßigkeit beim Bremssensor, da gibt es viele Möglichkeiten." Quelle: Dr. Herbert Diess, Interview in DIE WELT

Mögliche Ursachen für Restbremsfunktion sind:

- Defekte Pumpensysteme
- Defekte Relais
- Defekte an ABS-Sensoren, z.B. auch wenn der Abstand nicht stimmt
- Defekte Bremslichtschalter (z.B. durch Verschmutzung)
- verklemmte Bremslichtschalter (z.B. durch Verrutschen des Handprotektors)
- Lockere elektrische Verbindungen (z.B. am Druckmodulator)
- Wackelkontakte an elektrischen Bauteilen, z.B. an Relais

Zu den tatsächlichen Auswirkungen der Restbremsfunktion ist zu sagen, dass diese mit einem völlig ungewohnten Gefühl für die Bremse einhergeht. Und zwar schlagartig, nicht wie bei Autos die einen Druckspeicher haben, der noch einige Bremsungen mit gewohnter Bremskraft ermöglicht. Die Kraft für die Bedienung der Bremse erhöht sich signifikant, der Hebelweg am Bremshebel verlängert sich deutlich und der Dosierungsbereich kann sehr eng sein. Es ist für einen durchschnittlichen Fahrer bei Überraschung nicht möglich, annähernd gleiche Bremswege wie mit funktionierender Bremse zu erzielen. Insbesondere wenn es sich um Modelle mit schwacher Restbremskraft handelt (gilt also nicht für K1200S). Ganz im Gegenteil: Die Bremswege verlängern sich deutlich! Die möglichen Auswirkungen auf die Fahrdynamik bei Motorrädern sind u.a., dass Einlenkpunkte nicht eingehalten werden können, d.h. Fahrer folgen nicht der Kurve, sondern kommen von der Fahrbahn ab. Genau das war auch bei dem Fahrlerher und Motorradinstruktor der Fall, der sich gegenüber DER SPIEGEL geäußert hat.

Der Bremshebel kann ferner aus ergonomischen Gründen in den Positionen 1-4 betrieben werden. Die Einstellung des Bremshebels hat aufgrund des verlängerten Hebelweges Einfluss auf die maximale Verzögerung in Restbremsfunktion. Meines Erachtens hat BMW daher in der Ergänzung zur Bedienungsanleitung auf Seite 3 und 4 auf die Auswirkungen der Restbremsfunktion hingewiesen und Hinweise zur Beachtung aufgestellt. Insbesondere soll der Bremshebel auf maximalen Weg eingestellt werden, obwohl das in der Praxis während der Fahrt wohl unmöglich ist. Ferner soll mit beiden Bremsen gebremst werden, da die Verbundfunktion der Bremsen nicht aktiv ist. Und es sollen Probebremsungen durchgeführt werden, um das Ansprechverhalten der Bremse zu erfahren. Was ebenfalls in der Praxis – beim Ausfall - nicht durchführbar ist, meine ich.

Auswirkungen der ABS-Regelung

Auffällig ist doch vor allem das Verhalten des ersten Regelintervalls, zumal wenn der Benutzer mit großer Schnelligkeit und maximaler Kraft in die Bremse greift, eine "harte Bedienung" des Hebels: Die Bremse macht sofort auf und verschenkt somit wertvolle Meter:

"Volle Bremskraft gleich zu Beginn der Bremsung macht entscheidende Meter gut, die BMW aber manövriert sich unmittelbar in den Regelbereich und nimmt den Bremsdruck direkt wieder zurück, das Motorrad schießt mit gelöster Bremse nach vorne. Wie oft das BMW-System regelt, ist auch auf identischer Bremsstrecke nicht vorhersehbar, dementsprechend variiert der Bremsweg." Quelle: Fachzeitschrift MO 10/2005, Seite 34, Guido Kupper

Meines Erachtens hat BMW daher in der Ergänzung zur Bedienungsanleitung auf Seite 3 darauf hingewiesen, wie der kürzeste Bremsweg erzielt werden kann. Der Fahrer muss demnach die Vorderradbremse zügig und dann immer stärker werdend betätigen (progressives Bremsen). Es wird auch eindeutig beschrieben, was bei einer anderen Art der Betätigung auftritt: Eine Bremswegverlängerung.

Auswirkungen der „Ausheberegelung“ (Anti-Überschlagsfunktion)

Diese zeigen sich insbesondere bei eher sportlicher Fahrweise und bei leicht welligem Fahrbahnbelag, möglicherweise in Kombination mit dem Herunterschalten in einen kleineren Gang, begünstigt auch durch Bergabfahrten (z.B. Passfahrten). Die Bremse macht auf, das führt zu nicht kalkulierten Bremswegverlängerungen, vor allem aber auch zu Fahrdynamikproblemen (verpasster Einlenkpunkt). Es soll sich um bis zu 10 Meter Bremswegverlängerung handeln:

"..., schwanken die Bremswege bei der R 1200 GS stark. Einmal kommt sie bereits nach 53 Metern zum Stehen, um sich beim nächsten Ankern 65 Meter zu gönnen. Offensichtlich macht der GS ein Problem zu schaffen, das bereits von vergangenen Tests mit den Boxer-Modellen auf Straßen dritter Ordnung bekannt ist. Dort hatten diese zum Teil mit starken Verzögerungseinbrüchen zu kämpfen. Dieses Symptom lässt sich auf der Sägezahnstrecke reproduzieren. Bei Geschwindigkeiten zwischen 60 und 70 km/h läuft das Vorderrad in hohen Schlupf, das Hinterrad fängt zu stempeln an und signalisiert ebenfalls Stillstand. Dann öffnet die Bremse ungewöhnlich lang, das Motorrad legt einige Meter ungebremst zurück. Passiert das vor einer Kurve, kann es ganz schön kritisch werden." Quelle: MOTORRAD TECHNIK, 10/2004 (Waldemar Schwarz)

Meines Erachtens hat BMW daher in der Ergänzung zur Betriebsanleitung auf Seite 1 die Einflüsse von Fahrbahnunebenheiten beschrieben und auch darauf hingewiesen, dass die Bremsanlage z.B. nicht für extrem sportlichen Einsatz geeignet ist.

Es gibt noch mehr Problemkreise im Themenkomplex I-ABS III, aber das reiche ich bei Bedarf mal nach (z.B. verzögerter Druckaufbau, defekte Sensorkabel, Rückholfeder Fußbremshebel an K1200S usw.).

Und da hat man also tatsächlich einem leitenden Mitglied der BU ein BMW Testmotorrad mit der letzten I-ABS III Revision ausgehändigt, für eine Probefahrt. Im Rahmen einer ABS Pressekonferenz bei der Allianz. Haben die Verantwortlichen auch gesagt, dass die Bremsanlage seit 2001 auf dem Markt ist und bis heute (2006) ständig modifiziert wurde? Keine Ahnung.

(Die Werbung an dieser Stelle wurde gelöscht! Kommerzielle Werbung wird in diesem Forum nicht geduldet! Euer Admin)

der_general ( Gast )
Beiträge:

28.01.2006 13:51
#2 RE: BMW & ABS antworten

Also als kommerzielle Werbung war es gar nicht gedacht - aber faktisch ist es wohl so. Ich find's auch nicht gut!

Es steht außer Frage, dass die BMW Fahrer, die das vielleicht recht defektanfällige Integral-ABS III (s.o.) besitzen, die Verlierer sind. Wer will die offensichtlich fehlgeleitete Innovation von gestern schon noch haben? Ob neu oder gebraucht? Wer will sich schon in reale Gefahr begeben? Und sei es auch nur durch sogenannte "Fehlbedienung". Es gab Unfälle, Verletzte und viele zu Tode erschrockene Fahrer. Das kann ja niemandem entgangen sein - oder?

Die Aussagen von Dr.-Ing. Robert Kahlenberg (BMW Qualitätschef), waren eindeutig: "Übrig bleibt der unbefriedigende Zustand der Komplexität unseres Bremssystems. [...] Eine Fehlerfreiheit der gesamten Produktion ist nicht sicherstellbar. Das System ist in seinen Auswirkungen und Rückfallebenen ungenügend konzipiert."

Heute muss man doch wirklich fragen: Wer war denn eigentlich verantwortlich beim Zulassungsverfahren, also dem Typengenehmigungsverfahren des I-ABS III (BMW/FTE-Automotive) beteiligt? Und wie konnte es nur dazu kommen, dass diese Bremsanlage zugelassen wurde? Die Probleme mit dem I-ABS III System (bereits wenn es "funktioniert") können doch - jetzt mal ehrlich - niemandem entgangen sein. Was? Die durchaus gefährlichen Auswirkungen der Anti-Überschlagsregelung, die nicht kalkulierbaren Bremswege, die lächerliche Restbremsfunktion. All das muss aufgefallen sein. Wenn das alles bekannt sein musste, warum wurde die Bremse zuglassen? Ich kapier sowas wirklich nicht.

Gab es da vielleicht auch politischen Druck? Dr. Koch, professioneller und bezahlter Lobbyist, hat auf seiner Homepage FTE als Auftraggeber gelistet, anderswo wird FTE als Hauptsponsor einer Kampagne "Besser Bremsen" genannt. Dabei hat er strategische Allianzen gebildet: GDV, DVR, ADAC und BVF. Ob die heute auch noch alle so zu dieser Kommerz-Kampagne stehen? Und er hat immer wieder Politiker eingebunden, gerade auch aus dem Verkehrsministerium (Schirmherrschaft in 2002, Bodewig), aber beispielsweise auch den ehemaligen Verteidiungsminister Struck. Der zufällig auch BMW-Fahrer ist. Solms ist auch dabei. Wie viele andere Politiker auch: Alle halten die tolle Broschüre in der Hand, auf der Rückseite ganzseitig eine Werbung von FTE Automotive, dem Hersteller des I-ABS III.

Und das Schlimmste ist: Das Verkehrsministerium fordert in Genf tatsächlich, dass ABS an Motorrädern zur Zulassungvoraussetzung gemacht wird. Müssten den Bürgern und Käufern nicht auch offensiv und schonungslos die Nachteile der Systeme mitgeteilt werden, die verbindlich für deren angebliche Sicherheit eingeführt werden sollen? Warum hat man das denn bis heute verheimlicht?

Ist es nicht so, dass die Nachteile verheimlicht werden?

Jedenfalls gibt es Vertreter der deutschen Regierung, die in Genf ABS serienmäßig an Motorrädern fordern. Ich kann das beweisen, und jeder der in Genf war - der hat das mitbekommen. Die Regierung hat beschlossen, dass alle Motorradfahrer diese Scheißsysteme (meine Meinung) an ihre Motorräder bekommen müssen. Denn die haben mal wieder kapiert, was für uns gut ist. Ich möchte auch mal Erinnerungsarbeit leisten, wie man die ABS Zahlen in Deutschland gepushed hat, mit denen man jetzt groß Werbung macht:

http://www.motor-kritik.de/common/05012002.HTM

Nur mal so als Anregung für eigene Überlegungen zum Thema Freiheit, Politik und Industrie Einflußnahme auf Motorradfahrer.

general ( Gast )
Beiträge:

28.01.2006 20:34
#3 RE: BMW & ABS antworten

Der Bendix 10 Fall ist interessant. Ist leider alles in englischer Sprache:

ABS Series: Bendix 10

Chrysler ABS Brake Recall and Payback

ANTI-LOCK BRAKE FAILURES

ABS COMES UNDER FIRE

Ob es da Parallelen gibt? Keine Ahnung. Aber hochinteressant ist es allemal!

Übrigens gab es kürzlich den Film Fight Club wieder im Fernsehen: "A new car built by my company leaves somewhere traveling at 60 mph. The rear differential locks up. The car crashes and burns with everyone trapped inside. Now, should we initiate a recall? Take the number of vehicles in the field, A, multiply by the probable rate of failure, B, multiply by the average out-of-court settlement, C. A times B times C equals X. If X is less than the cost of a recall, we don't do one."

Traurig, dass man annehmen kann, dass das kein Witz ist.

general ( Gast )
Beiträge:

29.01.2006 10:19
#4 RE: BMW & ABS antworten

Ich gebe zu, dass ich Fahrassistenzsystemen sehr anspruchsvoll gegenüberstehe. Schließlich geht es ja auch um Sicherheit, nicht? Angeblich, zumindest. Bislang konnte mich kein ABS davon überzeugen, in jedem Falle ein Sicherheitssytem zu sein. Bei der neuen KAWASAKI mit Bosch-Brembo gibt es sogar den Zustand einer "Hebelblockade", da kann der Fahrer für eine Sekunde keinen Bremsdruck aufbauen. Und sowas wird zugelassen. Das ist doch unverantwortlich. So sehe ich das. Schlimm ist, dass das Verkehrsministerium entschieden hat, dass solche Systeme zur Zulassungsvoraussetzung gemacht werden sollen!

Beim Integralbremssystem von BMW mit Bremskraftverstärker und ABS ist die Lage nicht nur von der konstruktiven Anlage her desaströs, nein, die Realität spricht auch eine deutliche Sprache: Es gibt ja an die knapp tausend Beschwerden, bei denen kein Fehler dingfest gemacht werden konnte. Oder auch die etwa 30 Fälle, bei denen Kunden mit Reklamationen und der Schilderung von gefährlichen Fahrsituationen in einer BMW-Werkstatt erschienen sind. Demgegenüber steht übrigens die Stellungnahme, dass man allein 2004 21 ernsthafte Fälle ermittelt habe.

Im Übrigen gibt es keine vergleichende Unfallstatistik, die den angeblichen und nach wie vor nur behaupteten Vorteil des Integral-ABS gegenüber anderen ABS Sytemen belegen würde! Ganz im Gegenteil gibt es ABS Systeme an Motorrädern, die bremsen das I-ABS III lässig aus. Bereits das billige und einfache, aber hochperformante ABS der F650GS ist eine Blamage für das I-ABS III.

Ferner finde ich es bemerkenswert, dass immernoch eine besondere Art von moralischer Aufrechnung versucht wird, obwohl die Fakten bekannt sind. Kann man wirklich noch darauf hinweisen, dass nur wenige BMW-Motorradfahrer durch die Art diesees Bremssystems verletzt oder getötet wurden, während deutlich mehr durch ABS generell vor Verletzungen oder gar Tod bewahrt bleiben? Ich finde eine solche Aufrechnung unmoralisch und unmenschlich. Bleiben wir bei den Fakten:

Wo weist der Hersteller in der Betriebsanleitung darauf hin, dass es neben Problemen mit dem Bremslichtschalter und den Sensoren viele Möglichkeiten gibt, dass das System in die Rückfallebene schaltet (= kein ABS, kein BKV, keine Verbundbremse). Für mich ist das ein Unsicherheitssystem das aufgrund von unnötiger Komplexität ein deutlich erhöhtes Defektpotenzial hat - ohne Vorteil gegenüber anderen Systemen, die verläßlich arbeiten!

Was ich wirklich furchtbar finde, ist, dass es keinen Rückruf gibt bei dem die 'Schwächen des Systems' (vorsichtige Formulierung), von denen man zumindest heute weiß, behoben werden. Da nimmt man Geld in die Hand, ein paar Entwickler und Ingenieure und bringt das in Ordnung. Jeder Handwerker oder Anwalt muss für Pfusch geradestehen und nachbessern oder eben haften. Stattdessen gibt es ein Einlegeblatt für das Handbuch und einen freiwillen Bremsencheck. Aber keine konstruktiven Änderungen. Ist das nicht albern?

Solange keine echte Lösung erarbeitet und umgesetzt wird, solange wird es Probleme geben und vielleicht können manche dann auch nicht mehr darüber berichten. Es ist doch klar dass nur Fahrer, die überlebt haben, berichten können, nicht? In einem Fall war das offenbar aufgrund günstiger Umstände noch möglich:

In Antwort auf:
...nach ca. 45minütiger Fahrt beim schnellen Bremsen vor einer ziemlichen Kurve fast abgestiegen - die Bremse zeigte absolut null Wirkung. Gott sei Dank fur ich nur ca. 50km/h, so konnte ich den direkt geradeaus führenden Feldweg reinfahren. Nach ca. 100 Metern und Einsatz der Fußbremse setzte ich Bremswirkung plötzlich wieder ein ...

Es ist bekannt, dass es ähnliche Berichte seit 2001 gibt, z.B. im Usenet über das Problem mit dem Bremslichtschalter in den Alpen. Seit 2001 ist das bekannt und man hat das Problem offenbar nicht behoben. Ist das nicht bemerkenswert? Wenn hier nicht bald was wirklich Sinnstiftendes unternommen wird, dann werden wir noch die nächsten 10 Jahre die furchtbaren Berichte in Internetforen lesen müssen.

Heute ist doch nur noch eines interessant, also wer hat davon gewußt: „Das System ist in seinen Auswirkungen und Rückfallebenen ungenügend konzipiert.“

Gast
Beiträge:

01.02.2006 02:41
#5 RE: BMW & ABS antworten

Manchmal reicht (offenbar) ein Betrag, um bei diesem Thema gesperrt zu werden. LAQRUD ist der Fahrer, der damals in HR3 M€X war, und der in BMW Foren verbal heftig attackiert wurde, als er von dem ABS-Defekt an seiner K1200 berichtet hat, was ja zu erheblichen Verletzungen bei ihm geführt hatte. Nach nur einem kritischen Beitrag ist der offenbar in einem Forum einer Fachzeitschrift gesperrt worden:

BMW-ABS - Ausfälle und wie man damit umgeht

Wenn man seinen Beitrag liest dann kann man ihm doch als verständiger Mensch nur zustimmen. Egal wie, die besprochene Ausgabe der Zeitschrift hat in jedem Fall historischen Wert. ;)

Gast
Beiträge:

01.02.2006 02:45
#6 RE: BMW & ABS antworten

Gast
Beiträge:

01.02.2006 12:00
#7 RE: BMW & ABS antworten

Der Unmut, wie mit dem Thema umgegangen wird (auch von Seiten der Presse) wird auch hier deutlich:

Leserbrief

Wer setzt sich eigentlich wirklich dafür ein, dass nur sichere Technik an Motorräder geschraubt wird? Schon wird in Genf bei der UN/ECE das ABS zur Zulassungsvorraussetzung (von den Deutschen) gefordert. Aber über die tatsächlichen Probleme, die es ganz offenbar mit dieser Technologie gibt - spricht niemand. Schlimmer noch: Es wird wohl gar nichts dagegen getan. In MOTORRAD 02 stand ja, dass das ABS der KAWASAKI eine "Hebelblockade" ermgöglicht, mit dem Resultat dass es eine Sekunde keine Bremskraft gibt. Hat man vielleicht mal getestet, ob das vielleicht so auch bei anderen ABS Typen der Fall ist?

Es muss ganz klar sichergestellt werden, dass niemand zu "sowas" gezwungen wird, auch nicht durch Herstellervereinbarungen, nur noch ABS-Motorräder anzubieten. Und zwar nicht nur aus Gründen der Wahlfreiheit, sonder eben vor allem aus Gründen der Sicherheiet.

Wenn mein Handy abstürzt, wen mein Computer spinnt, dann ist das ja ärgerlich. Bei Bremsen verstehe ich allerdings keinen Spaß!

General ( Gast )
Beiträge:

02.02.2006 11:14
#8 RE: BMW & ABS antworten

ADAC


Bekanntlich hatte sich der ADAC auch um die Angelegenheit BMW Integral-ABS gekümmert: PLUSMINUS

Nun ist es aber so, dass die Hinweise zum Integral ABS von der Homepage des ADAC verschwunden sind, und zwar meines Wissens schon seit Mitte Dezember 2005. Obwohl sich ja an der Sachlage überhaupt nichts geändert hat. Warum wird sowas entfernt?

Jedenfalls ist hier der Fragebogen noch erhältlich: ADAC-Fragebogen zu BMW-Motorrad-Integral-ABS

der_general Offline



Beiträge: 78

03.02.2006 12:24
#9 RE: BMW & ABS antworten

Übrigens - wollte gerade Zeitschriften ins Altpapier werfen. Da ist mir die Ausgabe MOTORRAD NEWS 08/2005 in die Hand gekommen. Auf der ganzen Seite 4 ist die Darstellung eines Rechstanwaltes aus zivil- und strafrechtlicher Sicht enthalten. Auszug:

In Antwort auf:
Letztendlich muss die Staatsanwaltschaft bei Verletzung oder Tötung ermitteln, ob ein unterlassener Rückruf gar strafrechtlich als Unterlassungsdelikt zu ahnden ist. Im schlimmsten Fall droht der BMW-Chefetage sogar ein Strafprozeß wegen fahrlässiger Tötung.

Wennn ich Anwalt wäre, dan hätte ich "fahrlässige Körperverletzung" geschrieben. Aber wenn ein Motorradfahrer, der Anwalt ist, meint, "fahrlässige Tötung" schreiben zu können - dann wird das vielleicht einen Grund haben. Denke ich mir mal. Oder?

Also ich bin mir jedenfalls sicher, dass ohne ABS und/oder BKV ja einige wohl eigentlich gar nicht so fahren können, wie sie es gerne würden. Sie müssten dann ja auf sich selbst aufpassen! Verantwortung übernehmen. Üben, üben, üben. Den Mut haben, eventuell zurück zu stecken und die eigenen Grenzen zu akzeptieren. Vielleicht auch mit dem Moppedfahren aufhören - aus Vernunftgründen. Weil sie es nicht können.

Aber mit "Können" soll ja wohl Motorradfahren nix mehr zu tun haben. Und das ist halt das Problem. Ich fahre, weil ich Freiheit und Können erleben möchte.

Andere möchten halt nur so tun: Mit ABS, Kombibremse, Bremsassistent, Traktionskontrolle usw. Echt harte Kerle. Zum Totlachen.

General ( Gast )
Beiträge:

04.02.2006 02:13
#10 RE: BMW & ABS antworten

Mir ist aber noch etwas aufgefallen. Es gibt einen Artikel in "ATZ Automobiltechnische Zeitschrift 103 (2001) 3" über das Integralbremssytem. Der Artikel ist von dem Entwicklerteam geschrieben!

In Antwort auf:
"Die Pumpe ist auch in der Lage, die Volumenaufnahme von überhitzter Bremsflüssigkeit (Dampfblasenbildung) zu kompensieren, wenn das Integral ABS aktiv arbeitet."

Meine dringende Vermutung ist nun, dass es unter diesen Umständen zu mindestens erheblich verringerter Bremskraft führen kann (wenn nicht sogar Totalausfall!), wenn die Bremse dann plötzlich in den Restbremsmodus zurückfällt. Diese Gefahr wird entsprechend auch dann bestehen, wenn das System bei nicht überhitzter Bremsflüssigkeit im Modus Restbremse arbeiten muss, wenn Luft drin ist. Das kommt ja mit der Zeit vor, nicht? Das Ergebnis wird wohl sein, dass der Benutzer den Bremshebel bis an den Griff ziehen kann und keinerlei Bremsdruck aufgebaut wird. Das wäre also mal zu prüfen, insbesondere mit unterschiedlichen Einstellungen des Bremshebels (Position 1-4).

Die Logik daraus kann eigentlich nur sein, vor Fahrtantritt eine Bremstest mit Restbremskraft zu machen, und bei längeren Passabfahrten mit Beladung usw. anzuhalten, um die Bremse in Restbremsmodus zu überprüfen.

Oder - täusche ich mich da? Wohl kaum, wenn das BMW Werkstattmeister so bestätigen.

Gast
Beiträge:

09.02.2006 18:23
#11 RE: BMW & ABS antworten

BMW und FTE unterstützen Bremsen-Forschung des Ministeriums

Hallo zusammen,

ich habe in der Drucksache 15/3427 (Deutscher Bundestag) die Seite 47 gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Regierung ABS an Motorrädern gesetzlich verbindlich fordert - in Genf.

Die wissenschaftliche Basis dieser Forderung scheint eine Studie der BASt zu sein, die bei der TU Darmstadt in Auftrag gegeben wurde. Eine Kurzfassung ist hier erhältlich: Kurzfassung

Mir liegt die ganze Studie vor 33 Seiten - Wirtschaftsverlag N. W. Verlag für neue Wissenschaft).

Im Abschnitt "Danksagungen" wird den Firmen BMW und FTE für ihre "uneigennützigen materiellen und/oder ideellen" Unterstützung gedankt. Schließlich wurden zwei BMW R1150RT Motorräder zur Verfügung gestellt (incl. Fahrzeugteile und der dazugehörigen Unterlagen). Und FTE hat - so ist da zu lesen - das Systemwissen vermittelt.

Mir sind aber auch vermeintliche Merkwürdigkeiten aufgefallen. Der Leser findet z.B. lediglich den diffusen Hinweis "bestehende Überschlagregelungen sind zu verbessern", es wird aber nicht erläutert, wo das angebliche Problem sein soll. Es wird auch auf den Einfluß von "häufigen, energieintensiven ABS-Regelungen" hingewiesen, das mögliche Problem aber nur in Zusammenhang mit dem Verbraucher "Messtechnik" gesehen. Auf Seite 13 wird in der Tabelle "ABS und Kombibremse - historische Stationen" in der Zeile 4 der Telelever aufgeführt, was aber hat diese Innovation da zu suchen? Und es werden auch Schätz-Zahlen (!) zitiert. 70 Tote soll es pro Jahr weniger geben - mit ABS am Motorrad.

Ein Autor hat viel Erfahrung auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik, der andere hat ein ABS Motorrad gewonnen.

Viel schlauer war ich nach der Lektüre aber auch nicht, meinem Empfinden nach ist die Studie etwas einseitig Pro-ABS ausgerichtet, es werden nur Vorteile genannt und es wird auf mögliche oder tatsächliche Probleme nicht eingegangen. Denn selbst der Leiter Referat F4 (BASt, Fahrzeugsicherheitsbewertung, Fahrerassistenzsysteme) hat doch im November 2003 ein Seminar „Einführung in die Fahrassistenzsysteme“ gehalten, in dem er die Zuverlässigkeit der Funktion in allen Situationen und die Ausfallsicherheit betont hat. Er hat ganz klar auf die Sicherheit der Systeme hingewiesen.

Diesen Hinweis vermisse ich in der Studie.

KlausHetti Offline




Beiträge: 35

09.02.2006 23:04
#12 RE: BMW & ABS antworten

Ich hab lange durchgehalten, aber jetzt schaffe ich es nicht mehr ...

Lieber General, du musst dich ja da auskennen:
Früher beim Bund, da hätte ich dir empfohlen, zum StandortPfarrer zu gehen.
Der muß dir nämlich zuhören!

Ich mach jetzt endgültig den Ignore Button in meinem Kopf an

General ... du bist jetz off!

Bye.KH
--
Gruß aus dem Bliestal

Tip: Erst anhalten, dann absteigen! ;-)

general ( Gast )
Beiträge:

11.02.2006 22:26
#13 RE: BMW & ABS antworten

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg überprüft derzeit immernoch das BMW Integral ABS. Nach einem Unfall im Mai 2005 auf einem Sicherheitstraining wurde diese neuerliche Untersuchung eingeleitet.

Diese nunmehr dritte Untersuchung steht kurz vor dem Abschluß.

Hinweis: Im November 2004 wurde die erste Untersuchung eingestellt, im März 2005 wurde die zweite Untersuchung eingestellt

General ( Gast )
Beiträge:

14.02.2006 20:34
#14 INTERMOT 2006: Neue BMW Bremsen von Continental Teves antworten

Hallo,

ich war auf der EICMA/Milano und habe dort am Messe Stand mit einem Continental-Mitarbeiter über ABS geplaudert. Grund des Gesprächs war, dass dort eine Präsentations-Wand über Motorrad-ABS aufgebaut war. Dabei hatte er bestätigt, dass die nächste Bremsengeneraton für BMW von Continental Teves komme.

Continental Teves hat also "Schutzengel" - elektronisch geregelte Bremssysteme mit ABS - für Motorräder im Programm. Und für den richtigen Bodenkontakt bei der Vollbremsung sorgt laut Pressetext "die Hinterrad-Abhebeerkennung RLP (Rear wheel Lift-off Protection): Sie regelt kurzzeitig den Bremsdruck im Vorderrad, sobald Sensoren ein abhebendes Hinterrad registrieren."

Bemerkenswert ist die Auslegung:

In Antwort auf:
Bei den Integral-Bremssystemen von Continental Teves baut der Fahrer durch Betätigung des Hand- oder Fußbremshebels den Bremsdruck in einem Bremskreis (Vorder- oder Hinterrad) direkt auf. Den Druck im zweiten, nicht vom Fahrer aktivierten Bremskreis stellt eine Pumpe unter Berücksichtigung fahrzeugspezifischer Größen aktiv, gemäß der idealen Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad, bereit. Für eine Vollbremsung, bei der beide Räder die optimale, wegen der dynamischen Bremskraftverteilung allerdings höchst unterschiedliche Bremskraft auf die Straße bringen, genügt also ein beherzter Griff der rechten Hand oder ein Tritt auf den Fußbremshebel.

Der Begriff Pumpe hat bereits für viel Mißverständnisse gesorgt. Es handelt sich dabei meines Wissens keinesfalls um eine Pumpe mit Bremsdruckbeschleunigerfunktion (steiler Gradient), die u.a. auch die Bedienkräfte verringert. Demnach sollte auch keine Veränderung der Bremskraft und der Kontrollierbarkeit des Motorrades bei etwaigem ABS-Ausfall zu erwarten sein. Die Frage nach dem Systemverhalten bei Ausfall konnte aber bislang nicht befriedigend geklärt werden.

Wer bereits jetzt - vor der Intermot 2006 im Herbst - mehr wissen möchte, der kann sich auf der Continantal Teves Homepage umfassend informieren. Hier: Premiere für elektronische Motorrad-Bremssysteme. Fakt ist wohl, dass es eine Kombi-Bremse ist. Damit folgen die Conti-Entwickler den Empfehlungen der Studie der TU Darmstadt (Funke/Winner), die von der BASt in Auftrag gegeben wurde.

Ich persönlich würde ein leichtes und einfaches (zwei von einander unabhängige Regelkreise), sportlich ausgelegtes ABS mit Abschaltfunktion (während der Fahrt) bevorzugen. Ich könnte mir vorstellen, dass das ABS der neuen KTM 990 Adventure diesen Ansprüchen genügen könnte. Ich werde es jedenfalls mal testen, es handelt sich offenbar um ein System von BOSCH-BREMBO.

Leider gab es auch bei neuen BOSCH-BREMBO Systemen in der jüngsten Vergangenheit schon Berichte über mögliche Sicherheitslücken. In MOTORRAD, Ausgabe 02/06 vom 05.01.2006: Da wurde das ABS Bremssystem (BOSCH-BREMBO) der KAWASAKI ER-6n/f im Rahmen eines Tests vorgestellt. Auf Seite 49 ging da um das schnelle Loslassen des Bremshebels und das schnelle Nachfassen, was – wie da zu lesen ist - zu einer „Hebelblockade“ führte und „für einen Zeitraum von bis zu einer knappen Sekunde“ keinerlei Bremswirkung ermöglichte.

So wie sich mir die Sachlage darstellt, wurde bis heute der Bereich Sicherheit und Zuverlässigkeit bei den Fahrassistenzsystemen (hier: ABS) an Motorrädern sträflich vernachlässigt. Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis sich hier wirklich annehmbare Standards etablieren (Orientierung an den Maßstäben und Methoden der Flugzeughersteller, Avionics).

Gast
Beiträge:

10.03.2006 08:54
#15 RE: BMW & ABS antworten

BMW-Motorradchef Diess garantiert
für die Sicherheit des Bremssystems


http://www.netzeitung.de/autoundtechnik/motorrad/349057.html


nicht mehr ganz frisch der artikel ist vom 19. Jul 2005 10:00


gruß Rudi / zonewarrior

General ( Gast )
Beiträge:

11.03.2006 10:19
#16 RE: BMW & ABS antworten

Ganz frisch, der Artikel ist vom 10.März 2006

ESP + Motorrad-ABS: kommt es bald zu einer zwangsweisen Einführung von sogenannten "Sicherheitssystemen" durch die Politik?

Da ist zu lesen, dass die Ermittlungen inzwischen wegen fahrlässiger Körperverletzung geführt werden.

General ( Gast )
Beiträge:

11.03.2006 12:49
#17 RE: BMW & ABS antworten

Auf Seite 47 in Drucksache 15/3427, Deutscher Bundestag war eindeutig zu lesen:

In Antwort auf:
Daher soll bei der Kommission der Europäischen Union eine entsprechende Initiative zur obligatorischen Ausrüstung von Motorrädern mit ABV eingeleitet werden und bei den anderen Mitgliedstaaten um Unterstützung dieser Initiative geworben werden. Unabhängig davon sind die öffentlichkeitswirksamen Kampagnen für ABV-Systeme bei Motorradbremsen sehr hilfreich und werden – wie die Kampagne „besser Bremsen“ – vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen unterstützt.

Über die Sicherheit der Systeme scheint man sich aber keine Gedanken zu machen (siehe Artikel bei Motor-Kritik und den Hinweis auf staatsanwaltliche Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung).

General ( Gast )
Beiträge:

13.03.2006 01:53
#18 RE: BMW & ABS antworten

In dem Artikel http://www.motor-kritik.de/common/06031010.HTM wird ein Gutachten erwähnt. Es handlelt sich dabei um eine Studie der BASt, die bei der Technischen Universität Darmstadt in Auftrag gegeben wurde.

Auf Seite 13 wird in der Tabelle "ABS und Kombibremse - historische Stationen" in der Zeile 4 die "Längslenkergeführte Telegabel (Telelever)" aufgeführt. Ich weiß ja nicht was z.B. HONDA dazu sagen würde. Gehört der Telelever tatsächlich zu den historischen Stationen von ABS und Kombibremse? Ich weiß das ja nicht.

Dass im Abschnitt "Danksagungen" auf Seite 34 u.a. auch den Firmen BMW und FTE für ihre "uneigennützigen materiellen und/oder ideellen" Unterstützung gedankt wird, das ist auch nicht weiter verwunderlich. Schließlich wurden zwei BMW R1150RT Motorräder zur Verfügung gestellt (incl. Fahrzeugteile und der dazugehörigen Unterlagen). Und FTE hat - so ist zu lesen - das Systemwissen vermittelt.

Die Studie ist ganz interessant und jeder sollte die mal lesen: 33 Seiten - Wirtschaftsverlag N. W. Verlag für neue Wissenschaft

der_general Offline



Beiträge: 78

27.03.2006 02:00
#19 RÜCKRUF BMW INTEGRAL ABS III antworten

RÜCKRUF BMW INTEGRAL ABS III

Der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. hatte Herr Stoffregen, Pressesprecher BMW Motorrad, die technischen Zusammenhänge beim Ausfall des ABS so beschrieben:

„Bei extrem schneller und zugleich extrem kräftiger Hebelbetätigung können im System sehr hohe Druckspitzen auftreten (genauer: hohe Druckgradienten). Wenn dieser Druckgradient einen Extremwert überschreitet (der Grenzwert liegt mehr als doppelt so hoch, wie bei einer plötzlichen Vollbremsung im Regelbereich), kann im Zusammenspiel mit sehr geschwächter Bordspannung dann unter Umständen der Druck nicht mehr ordnungsgemäß ‚abgeregelt’ werden. Die ABS-Funktion ist dann nicht mehr gegeben. Die Folge ist eine Blockade des Rades (die Bremskraftverstärkung funktioniert in diesem Falle).“

Im Mai 2005 wurden ja deswegen Unfälle mit dem BMW I-ABS III bekannt. BMW Motorrad hat sich wohl vor kurzem für einen Rückruf mit konstruktiver Änderung entschieden:


der_general Offline



Beiträge: 78

27.03.2006 22:29
#20 RE: BMW & ABS antworten

Es wird eine Hohlschraube verbaut, die an der Bremsarmatur IM BREMSKREISLAUF eingebaut wird und den Querschnitt im Hydrauliksystem reduziert.

Dadurch soll sowohl der Maximaldruck vermindert, als auch die Zeit zum Druckaufbau erhöht werden.

Ich bin bereits hier hellörig geworden:

In Antwort auf:
"...trotzdem hatten wir das Gefühl: im Vergleich zu früheren Anlagen gilt es bei der GT deutlich kräftiger zuzulangen. Die Pumpe knallt nicht mehr ganz so bissig in die Bremse." Quelle: Berliner Morgenpost

Neue Modelle bzw. Maschinen ab einem bestimmten Produktionsdatum (ca. Dezember 2005?) haben demnach die Änderung bereits drin - ob es eine Verbesserung ist (s.o.)? Das System wurde doch einfach kastriert und wird damit ad absurdum geführt! Denn der steile Druckgradient war doch die Begründung, warum der Bremskraftverstärker so ein großer Vorteil ist.


der_general Offline



Beiträge: 78

01.04.2006 13:02
#21 RE: BMW & ABS antworten

Am 30.03.2006 haben Abonennten des Newsletters von TOURENFAHER unter der Überschrift "Jetzt doch: Nachrüstaktion für BMWs mit Integral-ABS" folgende Nachricht erhalten:

In Antwort auf:
BMW Motorräder mit Integral-ABS werden ab sofort serienmäßig mit einer technischen Modifikation versehen, die ebenfalls an Kundenmotorrädern der neuen Boxer- und K-Modelle mit Can-Bus-System nachgerüstet wird. Im Detail soll eine Lochblende im primären Hydraulikkreis einem übermäßigen Druckaufbau im System entgegenwirken. Bremsverhalten und Bremsgefühl sollen durch die Nachrüstung nicht negativ beeinträchtigt werden. BMW betont, dass der übermäßige Druckaufbau nur in der Sondersituation eines Fahrsicherheitstrainings mit wiederholten, kurz aufeinander folgenden Extrembremsungen im ABS-Regelbereich auftreten könne.

Nachgerüstet wird scheinbar die billigste Lösung, nämlich ein 'wir machen den BKV schlechter, dann fällt es nicht mehr so dramatisch auf, wenn der ausfällt'. So kann man sicher auch einen Markennamen ruinieren. Obwohl - um das zu kaschieren hat man doch die willfähige Presse. Da interviewd Big P. in der aktuellen Ausgabe den BMW Motorrad Chef, das ist so ein klasse PR-Inteview. Und was sagt der BMW-Chef da? Der sagt, dass sie einen Umsatzrückgang hatten und dass sie in 5 bis 10 Jahren unter anderem mit einem Kurven-ABS die Kundschaft beglücken wollen.

Hier mal meine Fragen:

Frage: "Führen Sie den Umsatzrückgang auf die bislang nicht gelösten
konstruktiven und qualitativen Probleme bei Ihren Sicherheitssystem
I-ABS IIII zurück, vor allem auch auf die Art des Umgangs Ihres
Unternehmen mit berechtigten Kundenbeschwerden? Verkaufen Sie
inzwischen deswegen auch die BMW K1200S ganz offiziell mit der im
Online-Konfigurator und Preislisten ausgewiesenen Sonderausstattung
'Ohne ABS Integral' zum sagenhaften Preis von '-700 Euro' ? Ist es
Zufall, dass ganz offenbar die ersten BMW R1200GS Adventure Modelle in
die USA ohne ABS ausgeliefert werden?"

oder

Frage: "Stimmt es, dass Sie aufgrund der Tatsache, dass der Skandal mit
dem BMW I-ABS III im Sommer 2005 - nach fünf Jahren - bekannt geworden
ist, das Nachfolgesystem von Continental Teves früher als geplant
einführen werden, also schon nach den Werksferien Ende August 2006?
Und wie hoch schätzen Sie bereits jetzt den Wertverlust für
Motorräder mit BMW I-ABS III ein? Wird er nicht überproportional zu
Vergleichswerten aus der Vergangenheit sein?

oder

Frage: "Wie kommen Sie darauf, dass die Kunden in Zukunft
BMW-Regelungstechnik vertrauen werden, wenn doch sowohl auf
Sicherheitstrainings als auch im öffentlichen Straßenverkehr
Unfälle, z.T. schwer verletzte Fahrer wie auch Verundlückte zu
beklagen sind, und Sie lediglich mit Zögern vier Seiten Warnungen vor
Betriebsgefahren herausgegeben haben? Sie haben damit erstmals - nach
fünf Jahren - die Kunden umfassend unterrichtet!"

oder

Frage: "Welche Vorkehrungen in der Entwicklung haben Sie nun konkret
getroffen, dass es nicht mehr vorkommen kann, dass in Auswirkungen und
Rückfallebenen ungenügend konzipierte Sicherheitssysteme Ihre Kunden
in Gefahr bringen? Und - haben Sie die Rückrufpraxis überdacht,
sollten Schwächen von Sicherheitssystemen zwar legal sein, aber in der
Realität eine Gefährdung darstellen?"

Im Interview von Big P. ist überhaupt nichts dergleichen zu finden.

Woran das wohl liegt?

General ( Gast )
Beiträge:

03.04.2006 21:32
#22 RE: BMW & ABS antworten

Eigentlich bin ich schon ein bissel gaga,
aber die Jungs hier inner geschlossenen lassen mich
halt ab und zu annen Rechner, und wenn die mir
wieder die Pillen reduzieren krieg ich mein
ABS-Tick

der_general Offline



Beiträge: 78

04.04.2006 13:29
#23 "im Interesse Ihrer Sicherheit" antworten

"muss ... nachgerüstet werden" & "im Interesse Ihrer Sicherheit"

Sehr geehrter Herr XY

Nach unseren Unterlagen sind Sie Eigentümer des oben genannten BMW Motorrades. Vielen Dank für Ihr Vertrauen, das Sie unserem Hause und der Marke BMW mit dem Kauf dieses Motorrades entgegengebracht haben. Diesem Vertrauen möchten wir auch nach dem Kauf gerecht werden.

Im Zuge der Qualitätsbeobachtung hat BMW Motorrad festgestellt, dass aufgrund einer möglichen nachträglichen Falschverlegung, beispielsweise im Rahmen eines Reifenwechsels, die ABS Sensorleitung im Fahrbetrieb in Kontakt mit der Bremsscheibe kommen kann und dabei angeschliffen wird. In der Folge kann es dann zum Ausfall der ABS Funktion kommen. Die Aktivbremse steht in diesem Fall weiter zur Verfügung.Zur Vermeidung einer solchen Falschverlegung wurde die Fixierung der Sensorleitung geändert. Diese Maßnahme muß an ihrem Motorrad nachgerüstet werden.

BMW Motorrad hat bereits Mitte 2005 darauf hingewiesen, dass es bei wiederholten, kurz aufeinander folgenden Bremsungen im ABS-Regelbereich während Fahrsicherheitstrainings zum Ausfall der ABS-Regelfunktion kommen kann.Diese Fehlfunktion ist ausschließlich möglich bei extrem schneller und harter Bremshebelbetätigung, wie sie nur in der Sondersituation Fahrsicherheitstraining vorkommen kann. Im Strassenverkehr oder bei Rundstreckentrainings tritt dieser Zustand nicht auf. Diese Erkenntnis wird auch dadurch untermauert, dass BMW Motorrad bis heute kein solcher Fall bekannt geworden ist.

Dennoch hat BMW Motorrad im Zuge des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses eine technische Änderung an der Hohlschraube der Handbremsarmatur vorgenommen. Diese Änderung muss an Ihrem Fahrzeug nachgerüstet werden. Damit kann der beschriebene Ausfall der ABS-Regelung selbst in der beschriebenen Sondersituation verhindert werden.

Wir möchten sicherstellen, dass sich das Motorrad in einem einwandfreien Zustand befindet und bitten Sie deshalb, sich kurzfristig mit unserer Frau XXX oder Frau XXX Tel. OOO/OOO wegen eines Werkstatttermins in Verbindung zu setzen.

Selbstverständlich ist diese Maßnahme, die etwa 2 Stunden dauert, für Sie kostenlos.

Sollten Sie Ihr Motorrad zwischenzeitlich weiterverkauft haben, bitten wir Sie, uns die Adresse des neuen Halters mitzuteilen, damit wir die Information dorthin weiterleiten können.

Wir bedauern die Ihnen durch diese Aktion entstehenden Unannehmlichkeiten und bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahme, die wir im Interesse Ihrer Sicherheit durchführen.

Mit freundlichen Grüßen
Bayrische Motoren Werke Aktiengesellschaft

der_general Offline



Beiträge: 78

04.04.2006 14:16
#24 RE: "im Interesse Ihrer Sicherheit" antworten
Übrigens: "Die Aktivbremse steht in diesem Fall weiter zur Verfügung." - schreibt BMW. Und so sehen das andere, deren Bremse offenbar total ausgefallen ist:

http://www.ukgser.com/forums/attachment....achmentid=31126

http://www.ukgser.com/forums/showthread.php?t=51568

Das steht aber nicht im Rückrufschreiben.

der general ( Gast )
Beiträge:

04.04.2006 14:52
#25 RE: "im Interesse Ihrer Sicherheit" antworten

Tach,

wollt nur ma was los werden….ganz kurz gesagt…..irgendwie hasse ich alle meine Kumpels. Mir is heute morgen was klar geworden, ich hab eigentlich nur noch einen wirklichen Kumpel. Ich fasse ma zusammen:

Also ich hatte man en besten Kumpel. Er hieß Strack. Wir waren echt wie Brüder, jeder wusste wenn man mich einläd kommt er automatisch mit, dass war einfach so^^. Naja dann sind wir von der Schule runter, aber auf der neuen Schule waren wir wieder in einer Klasse, aber irgendwie war alles aufeinma anders. Er war voll anders! Mir is jetzt klar geworden was es ist. Er is super neidisch auf alles was ich mache! Ich kauf mir coole Klamotten, meint er „na ja gibt besseres ne“ und 3 Tage später seh ich wie der sich die auch kaufen will. Oder mit dem Roller…..ich bekam nen Roller und hab viel dran rumgeschraubt (innerhalb von 6 Monaten hatte ich mir alles selber beigebracht)….er sollte auch einen bekommen. Als er dann keinen bekam fand er aufeinma von heut auf morgen alle Roller scheiße. Und 3 Monate später als er einen bekam fand er sie wieder gut o.0. Das is doch purer Neid oder? Naja er meinte er bekommt nen Aerox….am Ende bekam er dann nen Derbi Hunter!?! Lol Leute also ich will nich angeben, aber mit Roller kenn ich mich verdammt gut aus (arbeite auch immerhin als Aushilfe beim SK Scooterparts <- Rollertuningladen ;) ), aber ich musste erstma nachgucken was ein Derbi Hunter is. Naja ok er meinte auch er würde die Verkleidung umspachteln und neu lackieren usw. Jetzt is er sogar zu doof nen Gaszug zu wechseln, wills aber nich zugeben. (Der Vater repariert den Roller o.0). Naja dann is er noch voll unendschloßen. Einerseits will er wie ich auch 2 Radmechaniker werden. Ich hab leider keine Ausbildung bekommen, aber dafür mach ich jetzt ein Berufsvorbereitendes Jahr, also da lern ich schon die Technik usw. und was macht er??? Schreibt sich nich bei mir mit ein….nein er schriebt sich bei Wirtschaft ein!? Will aber KFZ Mechatroniker werden…..wie schlau. Und wieso? Weil er zu faul is….kein Scherz….als der Gaszug da im ***** war meinte ich (da ich ja im Rollerladen arbeite) „komm ma innen SK wir ham welche“ und was macht er? Schickt seinen Vater nach 4 Tagen in nen Fahrradladen um nen normalen Seilzug zu holen…..wie dumm….sowas regt mich inzwischen ja auch richtig auf.
Oder sone Kiste die er gebracht hat. Wir waren an meiner Garage….sein Roller ging kaputt. Ok er meinte „ich schieb den in die Garage und komm morgen den abholen mitm Hänger“ ich „alles klar“ und was war am Ende? Nach 2 Wochen (!!!) kam er dann ma um den Roller nachhause zu schieben. Als ich nämlich nachfragte warum er nich kommt meinte er nur „joa keine Zeit“ und hängt dann mind. 5 Stunden im Internet….
Und jetzt das jüngster Erlebnis…..also wir wollten zu dritt (ich, anderer Kumpel und Strack halt) grillen. Das hatten wir abgemacht schon vor Wochen und immerwieder gesagt wie wir uns drauf freuen, endlich ma n Männertag J. Ok also ich Fleisch geholt (nich zu knapp ;) ) und mein anderer Kumpel 2 Six Packs und Strack hatte den Grill. Ein Abend vorher schreibt der mir bei ICQ als ich off war „ich kann nich, weil ich mit meinem Bruder bei McDonalds essen gehe“. Mir is fast ein Ei aus der Hose gefallen! Was soll das??? Einerseits hätte man das vorher sagen können und andererseits….mitm Bruder McDonalds….ey das kann man immer ma zwischendurch machen…..
Ich weiß nich dann hat er noch ne Freundin die ich noch nie wirklich sprechen gehört hab o.0 ganz komisch is die. Und er lässt sich von ihr und jetzt bitte festhalten….das Motorrad bezahlen. Die macht das nur um ihn nich zu verlieren und er genießt es, weil er selber zu faul is um Geld ranzuschaffen. Das is ma ne glückliche Beziehung.
Naja und er is immer schlecht drauf. Ok jeder is ma bissel angefuckt, aber er nur!? Ich sag „hi“ sagt er fast immer „was willst du???“ o.0 sorry das ich ihn bei ICQ begrüße. Und dann gibt der immer mit BMW vom Bruder an…..das is ne Krüppelkiste! BMW find ich gut, aber die Kiste is echt reif für die Presse. Und dann sagt er immer „ja wir ham voll dicke Bremsen rausgesucht und n geiles Fahrwerk und es kommt ein 3,5L Motor rein.“
Toll und wenn ich dann frag „und richtige Rennbremsen mit Innenbelüftung usw.?“ kommt nur „alles zu seiner Zeit“ o.0 wasn das für ne Antwort der will sich doch nur wichtig machen. Genauso als er nen anderen Roller bekommen sollte (den er dann ausversehen doch nich bekam…..) da frag ich „und welchen bekommste“ meint er „jaja das is ein Geheimnis wirste dann sehen!“ Toll was soll das? Ich dachte als Kumpel könnte er mir das sagen….naja er bekam ihn ja eh nich^^

Ok also das war Strack…..inzwischen hab ich ihn bei ICQ usw. gelöscht. Is zwar hart, weil wir ma wie Pech und Schwefel waren, aber einer der mit Sachen angibt die er nichma hat usw. usw. usw. brauch ich nich.


So jetzt zu Krüger. War auch ma wie mein Bruder, is aber schon was länger her. Inzwischen is er ganz anders. Klar alle verändern sich, aber nich so hart wie er. Er wird jetzt in 2 Wochen 18 und fing noch vor 3 Monaten an zu rauchen….wie dumm! Und wieso? Weil seine neuen Freunde die er hat ihn dazu verleitet haben. Man muss dazu sagen das wir die alte Gruppe (ich, Krüger, Marc, Stack, Krampf) nich geraucht haben und niemand hatte das Bedürfnis danach. Naja und als er mit seinen neuen Freunden da abhing fing er’s halt an. Und ich schwöre euch er hatte die beste Ausrede ever! Er meinte Wortwörtlich „ich hab angefangen, weil das Essen so schlecht war“………..denkt euch euren Teil! Naja und er geht jedes WE mit voll den *********en saufen. Das sind die totalen Loser und voll Affen. Letztes WE haben die Weihnachten gefeiert!!! Weil die das lustig finden….und weils ein Grund is zum saufen. Oh man ich hasse ihn nich, aber ich hab Antisympathien gegen ihn.

Ok das war Krüger….früher hing ich jeden Tag mit ihm ab und rief den Täglich auch an usw. Heute ruf ich ihn alle 2-3 Wochen ma an und das letzte ma gesehen…uiuiui weiß ich schon gar nichmehr.

Jetzt zu Krampf. Man muss bei ihm dazu sagen, dass er ein Bauer is^^. Er kann ja nix für seine Eltern, aber die machen sogar Biopizza. Alles bio und pädagogisch Wertvoll. Das is son potenzieller Selbstmörder, weil ihn auch noch alle fertig machen. Einma wegen den Eltern usw, und einma weil er einfach so dumm is. Er hatte bis vor kruzem keinen Fernseher (mit 17^^) und wenn wir dann in der Gruppe standen und über irgendwas laberten z.B. TV Total dann lachte er mit o.0 obwohl er’s nichma gesehen hat lol. Egal das geht ja noch nur was dann z.B. dumm is, is wenn wir bei ihm ne Lan gemacht hatten….Immer wenn der Vater reinkam mussten wir Reset drücken, weil er keine Ballerspiele haben darf. Das macht keinen Spass. Und keiner will halt mit ihm rumhängen ich auch nich. Man kanns schlecht beschreiben, aber der Mensch is ein reiner Absturz.

So und jetzt zu Marc. Meinem letzten wirklichen Kumpel. Ich kenn ihn seit ich 3 bin. Wir können alles machen und vertrauen uns auch. Als bei mir scheiße lief und ich mich hier Wochenlang eingebunkert hatte nich ans Telefon ging usw. kam er immer noch als einziger an und wollte noch was mit mir machen. Wir haben die selben Hobbie´s und keiner muss sich so verstellen oder mit irgendwas angeben. Wie beim Strack z.b…..der muss ja mit allem angeben….

Ok also jetzt kennt ihr mein halbes Leben und ich komme zum Ergebnis das ich nur noch einen wirklichen Freund hab….ich fühl mich voll einsam irgendwie…..hab auch keine Freundin. Eltern auch getrennt, Vater das letzte ma vor k.A. 6 Monaten oder so gesehen bzw. mit ihm gesprochen. Das heißt ich bin fast alleine. Manchma bin ich voll down, aber richtig….einam stand ich schon an den Schienen und wollte springen, habs nur nich gemacht, weil ich meine Mutter nich alleine lassen kann…..
sorry das musste ich ma los werden

Seiten 1 | 2
 Sprung  
Xobor Forum Software von Xobor
Einfach ein eigenes Forum erstellen